Rosenverteilaktion zum Internationalen Weltfrauentag

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Wie in jedem Jahr hat die Berliner SPD den Weltfrauentag zum Anlass genommen,  in der ganzen Stadt Rosen an die Frau zu bringen.  Auch wir in Neukölln haben uns selbstverständlich wieder mit vielen Ständen an der Aktion beteiligt und hunderte Rosen verteilt.  Ich selbst war mit der 13. Abteilung am Nachmittag in Alt-Buckow und möchte mich an dieser Stelle nochmal bei den vielen Helferinnen und Helfern bedanken. Eine schöne Aktion!

Doch, so schön sie sind, können Rosen leider nicht die immer noch vorhandene Geschlechterdiskriminierung in unserer Gesellschaft verbessern. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 22% weniger als Männer an gleicher Position und immer noch arbeiten gerade Frauen, oft unfreiwillig, in Teilzeitbeschäftigungen und Minijobs. Wir fordern deswegen gleichen Lohn für gleiche Arbeit – für Männer und Frauen.  Ein Entgeltgleichheitsgesetz soll beispielsweise die Arbeitgeber verpflichten, Entgeltberichte zu erstellen. Darin muss offen gelegt werden, wie Gehälter und Zulagen der beschäftigten Frauen und Männer aussehen. Auf dieser Basis wird dann festgestellt, an welchen Stellen eine Ungleichbehandlung vorliegt – diese ist dann natürlich zu beseitigen!

Wichtig ist: Wir wollen für Männer wie für Frauen gute Arbeit statt prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Dafür brauchen wir den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50€. Gerade bei den geringfügig entlohnten Jobs ist der Frauenanteil besonders hoch – lag hier im Jahr 2011 bei 66%. Diese Jobs sind meist weder sozial abgesichert noch reichen sie für ein vernünftiges Auskommen ohne Hilfe vom Amt. Vielen Frauen ist es so nicht möglich eigenständig ihre Existenz zu bestreiten, geschweige denn sich eine vernünftige Alterssicherung aufzubauen – der erste Schritt in die Altersarmut. Die Rosen sind eine schöne Geste – wenn es nach mir geht belassen wir es jedoch nicht dabei, sondern sorgen aktiv dafür, dass die vorhandenen Ungleichheiten endlich beseitigt werden!