Podiumsdiskussion der Neuköllner Direktkandidaten für den Bundestag bei der IG BAU

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Heute Abend war ich Teilnehmer einer Podiumsdiskussion auf Einladung der IG BAU. Während der Debatte konnten die Neuköllner Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag ihre Positionen zu den Themen Leiharbeit, Mindestlohn, Rente und Mietsteigerungen präsentieren. Besonders besorgniserregend finde ich die Schätzung der Gewerkschaft, dass an die 80 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer im Malergewerbe in Leiharbeit beschäftigt sind.

Als Bundestagsabgeordneter will ich mich dafür einsetzen, dass wir:

  1. einen gesetzlichen Mindestlohn von €8,50 einführen, damit dem Unterbietungswettbewerb bei Löhnen ein Ende gesetzt wird.
  2. dafür sorgen gleiche Arbeit gleich zu entlohnen. Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sollen genauso viel verdienen wie ihre festangestellten Kolleginnen und Kollegen.
  3. Regeln setzen, damit Leiharbeit kein Dauerzustand bleibt.

Auch das Thema Rente wurde hitzig debattiert. Das Rentenkonzept der SPD finde ich gut. Jedem Menschen steht nach 30 Beitragsjahren und 40 Versicherungsjahren eine Mindestrente von 850 Euro zu. Eine Senkung der Beiträge zur Rentenversicherung halte ich angesichts des demographischen Wandels für kurzfristiges Denken.

Zuletzt noch ein Wort zu den Mietsteigerungen, die auch in Neukölln bemerkbar sind. Um Spekulationen mit Immobilien und dadurch auch mit Schicksalen von Menschen entgegenzuwirken, brauchen wir mehr sozialen Wohnungsbau und eine Begrenzung der Mietsteigerungen.

Ich bedanke mich nochmals herzlich bei der IG BAU für die gelungene Veranstaltung.