Jan Stöß hat Recht: Berlin braucht bezahlbare Wohnungen, keine Blockade!

610964_web_R_K_B_by_Christa Nöhren_pixelio.de

Zu der Feststellung, dass das Volksbegehren „100 % Tempelhof“ das notwendige Quorum an Unterschriften erreicht hat, erklärt der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß:

Wir werden die Auseinandersetzung mit dem Volksbegehren „100 % Tempelhof“ offensiv führen. Ich bin überzeugt, dass die Berlinerinnen und Berliner mit großer Mehrheit davon überzeugt sein werden, dass wir auch in der Innenstadt neuen, bezahlbaren Wohnraum brauchen. Der Senat plant, an den Rändern des Feldes insgesamt 5000 neue Wohnung für kleine und mittlere Einkommen zu bauen. Als Bauherren sind landeseigene Wohnungsbaugesellschaften und Baugenossenschaften vorgesehen, die sich bereits vertraglich verpflichtet haben, mindestens 50 % der Wohnung zu Mieten von 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter im neuen Quartier am Tempelhofer Damm zu errichten. Das ist ein echter Beitrag für bezahlbare Mieten in der wachsenden Stadt. Auch Sportanlagen, studentisches Wohnen und Bildungseinrichtungen sind an den Rändern des Feldes geplant.

Und trotzdem bleibt die riesige freie Fläche in der Mitte des Feldes ein 230 Hektar großer Park für Freizeit, Sport und Erholung – größer als der Große Tiergarten oder der New Yorker Central Park. Die Berliner SPD ist stolz darauf, dass wir gegen große Widerstände durchgesetzt haben, dass diese großartige und einzigartige Freifläche für alle Berlinerinnen und Berliner geöffnet wird. Die Totalität, mit der aber das Volksbegehren „100 % Tempelhof“ jede Bebauung ablehnt – und seien es nur Umkleideräume für die dringend benötigten Sportanlagen – schadet der Entwicklung Berlins. Wir haben die besseren Argumente, wenn es darum geht, das Tempelhofer Feld behutsam und im Sinne aller Berlinerinnen und Berliner weiterzuentwickeln. Deshalb freuen wir uns auf die Diskussion!

(Foto: Christa Nöhren  / pixelio.de)

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