Equal Pay Day – Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern muss endlich Gesetz werden

IMG_0583Heute ist Equal Pay Day. Das heißt bis zum heutigen Tag müssen Frauen arbeiten, um das Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer. Damit zählt Deutschland beim Thema Lohngleichheit seit Jahren zu den Schlusslichtern Europas. Auf diesen Missstand machen heute, am 21. März 2014, wieder zahlreiche Initiativen in ganz Deutschland aufmerksam. Gemeinsam mit unserer Frauenministerin Manuela Schwesig sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Bundestagsfraktion war ich auf der Kundgebung von Deutschem Gewerkschaftsbund, Deutschem Frauenrat und Sozialverband Deutschland vor dem Brandenburger Tor, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

Von alleine ändert sich nichts. Das macht die seit Jahren bestehende unveränderte Lohnlücke deutlich. Selbst wenn man individuelle Faktoren wie unterschiedliche (Aus-)Bildung, typische Berufswahl, wöchentliche Arbeitszeit oder Hierarchiestufen berücksichtigt, lässt sich die Lohnlücke nur mit Diskriminierung erklären. Denn die sogenannte bereinigte Lohnlücke, also der Vergleich zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen und Lebensläufen, beträgt immer noch zwischen sieben und acht Prozent.

Es ist daher höchste Zeit für ein Gesetz für Lohngleichheit. Das Gesetz muss Transparenz über den Lohn im Betrieb und in Tarifverträgen herstellen. Notwendig ist dabei auch: Frauen und Männer brauchen dieselben Rahmenbedingungen im Arbeitsleben, so dass Frauen sich ihrem beruflichen Fortkommen widmen und Männer sich gegebenenfalls stärker in der Familie engagieren können. So können auch die strukturellen Ursachen der Lohnlücke beseitigt werden. Es ist höchste Zeit!

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