Nur noch sechs Monate Zeit zur Anmeldung von Ansprüchen aus DDR-Heimkinderfonds

Ehemalige Heimbewohner/-innen, die als Kinder und Jugendliche in Heimen der DDR Leid erfahren haben, haben noch bis zum 30. September 2014 die Möglichkeit, sich bei den entsprechenden Behörden ihre Bundesländer anzumelden, wenn sie von den Entschädigungen aus dem sogenannten Fonds „Heimerziehung in der DDR von 1949 bis 1990“ profitieren wollen. Nur wer sich in den zuständigen regionalen Anlauf- und Beratungsstellen bis zu diesem Stichtag registrieren lässt, hat Anspruch auf Leistungen aus diesem Fonds.

Wichtig ist, dass dabei noch keine Anträge auf Leistungen eingereicht, sondern lediglich erklärt werden muss, Heimbewohner/-in gewesen zu sein und Folgeschäden davongetragen zu haben.

Anträge auf konkrete Leistungen können bis Mitte des Jahres 2016 bei den Behörden eingereicht werden. Hierfür steht ein Hilfsfonds von mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld können unter anderem Kuren, Therapien, aber auch Rentenersatzleistungen von bis zu 10.000 Euro pro Betroffenen finanziert werden.

Sollten Sie potentiell Betroffene kennen, informieren Sie diese bitte über die einzuhaltende Frist. Niemand soll aufgrund von Unkenntnis oder falscher Scham einen möglichen Leistungsanspruch verlieren.

Betroffene wenden sich bitte an:

Berliner Anlaufstelle, Beratungsstelle und Treffpunkt für ehemalige Heimkinder:

Fregestraße 38 A, 12161 Berlin-Friedenau

www.abeh-berlin.de

Email: info-heimerziehung@sozkult.de

Telefonische Terminvereinbarungen: 030- 857 577 61