Veranstaltung: JA oder NEIN zu 100% Tempelhofer Feld?

Ruben Lehnert und ich auf dem Podium – da kommt bekanntes Wahlkampffeeling auf!
Gestern Abend habe auf Einladung von DIE LINKE Neukölln an einer Diskussionsveranstaltung zum Volksentscheid über die Zukunft des Tempelhofer Feldes teilgenommen. Diskussionsort war das Café Selig in meinem ehemaligen Abgeordnetenwahlkreis am Herrfurthplatz. Ich bekam die Möglichkeit, meine Position zum Volksentscheid darzustellen und zu erläutern, weshalb ich für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes und damit gegen das Gesetz der Initiative 100% Tempelhofer bin. Ich sage: Ohne Neubau wird es besonders in Neukölln eng und teuer. Daher dient die Randbebauung dem Gemeinwohl, die Initiative spricht vor allem Partikularinteressen an.

In der Debatte mit dem sehr gut besuchten Publikum habe ich argumentiert, dass Wohnungsbau das einzig wirksame Mittel gegen Mietanstieg ist und vor falschen Erwartungen gewarnt, die manche mit dem auch in der BVV Neukölln diskutierten Milieuschutz wecken. Milieuschutz mag Luxussanierungen verhindern, doch der durch Wiedervermietungen erzielte Mietanstieg wird nur durch die von Justiz- und Verbraucherminister Heiko Maas entwickelte Mietpreisbremse und konsequenten Wohnungsneubau gedämpft.
Klar gewendet habe ich mich gegen die Aussage, dass das Tempelhofer Feld privatisiert wird und dort nur Luxuswohnungen entstehen. Senator Michael Müller hat klargestellt, dass kein Stück von Tempelhof privatisiert wird und er hat mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und Baugenossenschaften vereinbart, dass mindestens 50% der Wohnungen zu Mieten von 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter entstehen.

Auch wenn die anwesende Mehrheit nicht auf meiner Seite war, hat mir der gute Austausch von Argumenten Spaß gemacht – vielen Dank für die Einladung!

Presse:

16. Mai 2014: Berliner Zeitung „Die Agenten des Misstrauens“

12. Mai 2014: Die Berliner Woche hat mich zum Volksentscheid interviewt.

Ein Veranstaltungsbericht von Facetten-Neukölln finden Sie hier.