Nicht geschenkt, sondern verdient

Am 1. Juli 2014 ist das Rentenpaket der Großen Koalition in Kraft getreten. Damit haben wir eine der zentralen Wahlkampf-Forderungen der SPD umgesetzt: Nun ist es möglich, nach 45 Beitragsjahren bereits mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Lebensleistung und längere Beitragszahlung zahlen sich in der Rente sichtbar aus.

Auch die so genannte „Mütterrente“ kommt. Für vor 1992 geborene Kinder wird die Anrechnung der Kindererziehungszeiten ausgeweitet. So erhöht sich die Rente für alle Mütter (bzw. Väter) pro Kind um einen Entgeltpunkt (pro Monat bis zu 28,61 € im Westen und bis zu 26,39 € im Osten). Wer bereits Rente bezieht, braucht dafür keinen zusätzlichen Antrag.

Für alle, die gesundheitsbedingt vorzeitig in Rente gehen müssen, wird die Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente um 2 Jahre erweitert. Auch das Reha-Budget der gesetzlichen Krankenversicherung wird erhöht.

Das Rentenpaket ist solide finanziert. Der Beitragssatz bleibt stabil. Es bringt konkrete Verbesserungen für Eltern und für Arbeitnehmer. Diese Verbesserungen sind kein Wahlgeschenk: Die Menschen haben es sich verdient, dass ihre Lebensleistung bei der Rente endlich stärker anerkannt wird.