Reiserückblick: Georgia Defence and Security Conference in Batumi

Auf Einladung des georgischen Verteidigungsministeriums reiste ich vom 26. bis zum 29. Juni in die georgische Küstenstadt Batumi. Dort nahm ich an der jährlichen georgischen Sicherheitskonferenz „Georgia Defence and Security Conference“ teil. Die Konferenz war in diesem Jahr von hoher politischer Relevanz: Am 27. Juni 2014 wurde das Assoziierungsabkommen zwischen der EU einerseits und Georgien, Moldawien und der Ukraine andererseits unterzeichnet. Damit rücken diese Länder ein großes Stück näher an die EU heran. Dies ist ein großer Fortschritt für die Stabilität der ganzen Region.

In mehreren stark besetzten Expertenrunden wurde während der Konferenz über die Sicherheitslage in der Schwarzmeerregion, die Haltung der EU und die Zukunft der NATO diskutiert. Die Tendenz der georgischen Veranstalter war sehr klar: Sie suchen den Schulterschluss mit NATO und EU, weil sie in Russland eine Bedrohung sehen. Am letzten Tag der Batumi-Konferenz gab es sehr spannende, nachdenkliche Diskussionen darüber, ob ein NATO-Beitritt Georgiens den Konflikt mit Russland verschärfen oder eher entspannen würde.

Georgien hat beim Aufbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in den letzten Jahren viel erreicht. Das kleine Land tut mehr als andere für die internationale Sicherheit. Es hat deshalb auch einen Anspruch auf konkrete Unterstützung bei der Vorsorge für die eigene Sicherheit. Für mich geht die europäische Anbindung Georgiens dennoch vor. Das Assoziierungsabkommen muss jetzt mit Leben erfüllt werden. Georgien produziert – unter anderem – wunderbaren Wein. Es ist ein tolles Reiseland mit einer alten Kultur, mit Bergen und schönen Stränden und seine Wirtschaft wächst rasant. Auch für uns Deutsche gibt es dort viel zu entdecken.

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