Bedarfsgerechte Anschlussfinanzierung für Stadtteilmütter nötig

Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu fordert angesichts der Finanzierungsprobleme beim Projekt der Stadtteilmütter eine bedarfsgerechte Anschlussfinanzierung. Durch das Auslaufen des Bundesprojektes Bürgerarbeit verlieren 56 Stadtteilmütter Ende Oktober ihren Job. „Um die Finanzierung der Stadtteilmütter sicherzustellen ist zunächst Kreativität von Seiten des Senats gefragt. Mittelfristig brauchen wir jedoch – im Anschluss an das auslaufende Modellprojekt Bürgerarbeit – wieder mehr arbeitsmarkt- oder sozialpolitische Instrumente seitens des Bundes, um Langzeitarbeitslose gesellschaftlich sinnvoll zu beschäftigen“, betont Felgentreu.

 Als langjähriger Abgeordneter für den Wahlkreis Hermannstraße und jetzt als Neuköllner Bundestagsabgeordneter konnte Felgentreu sich wiederholt davon überzeugen, wie wichtig die Arbeit der Stadtteilmütter für den Bezirk Neukölln ist. Ihr Wegfall würde einen massiven Einschnitt für viele Einrichtungen Neuköllns bedeuten. Die Stadtteilmütter sind für zahlreiche Familien der wichtigste Ansprechpartner im Bereich Erziehung, Gesundheit und Bildung. Deshalb unterstützt Felgentreu das Anliegen und die heutige Demonstration der Stadtteilmütter ganz ausdrücklich und sichert Ihnen seine Unterstützung bei der Suche nach einer Anschlussfinanzierung zu.

Erfreulich sei im Übrigen die Stellungnahme von Michael Müller beim SPD-Mitgliederforum in Neukölln. Der designierte Regierende Bürgermeister hatte sich dort für eine Fortführung der Stadtteilmütter und die damit einhergehende Finanzierung ausgesprochen. Das zeigt, dass die Bedeutung der Arbeit der Stadtteilmütter bei den wichtigsten Entscheidungsträgern der Stadt angekommen ist.

Für die Demonstration der Stadtteilmütter vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin und dem Bundesarbeitsministerium habe ich ein Grußwort an die Stadtteilmütter verfasst.