Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Copyright: DBT/Melde
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Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Auf den Tag genau ein Jahr früher, am 27. Januar 1944, befreite die Rote Armee das von der Wehrmacht drei Jahre lang blockierte Leningrad, das heutige Sankt Petersburg.

Der heutige Tag ist deshalb dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet, auch im Deutschen Bundestag. Nach der Begrüßung und Eröffnung der Gedenkstunde durch den Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert hielt der Bundespräsident Joachim Gauck die Gedenkrede.

Joachim Gauck: „Die Erinnerung an den Holocaust bleibt eine Sache aller Bürger, die in Deutschland leben. Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz.“

Außerdem lud der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) in Zusammenarbeit mit der “Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas” zur Kranzniederlegung am Denkmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus ein.

Die Gedenkreden wurden von Caren Marks, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, LSVD-Bundesvorstandsmitglied Günter Dworek und dem Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, gehalten.

Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, im Jahr 1934, setzte die systematische Verfolgung Homosexueller ein. Bis 1945 wurden 50.000 homosexuelle Menschen verurteilt und ca. 10.000 in Konzentrationslager verschleppt. Selbst nach 1945 wurden sie aufgrund der Paragraphen 175 und 175a verfolgt und verurteilt. Bis heute hat keine Rehabilitierung der Opfer stattgefunden.

Bewegende Eindrücke, die nachdenklich machen und nicht in Vergessenheit geraten dürfen.