Wettbewerb in der Kinder- und Jugendhilfe darf nicht auf Kosten des Kindeswohls gehen

IMG_0008Auf Einladung des VPK-Bundesverbands privater Träger nahm ich am 4. März 2015 an einer Podiumsdiskussion zum Wettbewerb in der Kinder- und Jugendhilfe teil. Zentraler Redner war Dr. Klaus Holthoff-Frank, der Generalsekretär der Monopolkommission. Er bemängelte, dass es trotz Fortschritten immer noch Wettbewerbshindernisse in der Kinder- und Jugendhilfe gäbe. An seinem Vortrag entzündete sich eine lebhafte Diskussion. In der Diskussion vertraten neben den anwesenden Politiker und Politikerinnen auch die Vertreter und Vertreterinnen der Kinder- und Jugendhilfe-Verbände und Gewerkschaften ihre unterschiedlichen Positionen zu den Rahmenbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe.

Bei den Forderungen nach einer Reform des Systems der Kinder- und Jugendhilfe muss bedacht werden, dass es sich um ein historisch gewachsenes System handelt. Im internationalen Vergleich ist das deutsche System der Kinder- und Jugendhilfe nicht das schlechteste. Es bietet qualitativ hochwertige Leistungen und das in großer Vielfalt. Allein in Berlin gibt es über 1.000 verschiedene Träger der Kinder- und Jugendhilfe.

IMG-20150304-WA0000Die Bundesregierung wird die Anregungen der Monopolkommission zur Wettbewerbssituation in der Kinder- und Jugendhilfe sorgfältig prüfen. Für mich ist klar, dass das Kindeswohl am besten durch die Verankerung von einheitlichen, qualitativen Mindeststandards bundesweit sichergestellt wird.

 

 

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