5 Tage – 5 Standorte (Aug./ Sep. 2015)

Der Besuch von Bundeswehrstandorten ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit, um einen besseren Einblick in die Arbeit der einzelnen Truppengattungen zu bekommen und gleichzeitig ins Gespräch mit Soldatinnen und Soldaten zu kommen.

Deswegen habe ich die Sommerpause genutzt und unter dem Motto „5 Tage – 5 Standorte“ eine Tour durch verschiedene Kasernen gemacht.

Für den Auftakt meiner Standorttour habe ich das Multinationale Korps Nordost in Stettin gewählt. Das Korps ist ein Teil der Streitkräftestruktur der NATO. Neben den drei Führungsnationen Dänemark, Polen und Deutschland arbeiten in diesem Korps rund 400 Soldatinnen und Soldaten aus insgesamt 19 Nationen zusammen. Die größte Herausforderung sind die unterschiedlichen Vorstellungen und Arbeitsbedingungen der einzelnen Länder. Die notwendige Forderung der SPD-Fraktion nach einer „europäischen Armee“ wurde bei diesem Besuch umso deutlicher.

Interview GERMAN PARLIAMENTARIAN IN THE CORPS

Am zweiten Tag habe ich zusammen mit dem verteidigungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Arnold das Logistikbataillon 172 in Beelitz besucht. Die Hauptaufgabe der 866 Soldatinnen und Soldaten ist die logistische Leistungserbringung im In- und Ausland. Dabei geht es vor allem um die Instandsetzung, den Nachschub und den Transport von Materialien. Die Wichtigkeit des Logistikbataillons wurde durch die Vorführung einer Kraftfahrerausbildung auf dem Standortübungsplatz demonstriert.

Gerade in Einsatzgebieten stellen die Logistiktruppen die Versorgung der anderen Truppenteile mit allen möglichen Materialen sicher. Deshalb habe ich als nächstes das Beelitzer Schwesternbataillon – das Logistikbataillon 171 „Sachsen-Anhalt“ in Burg besucht. Neben einer statischen Fahrzeugshow, bei der ich die verschiedenen Fahrzeugtypen der Bundeswehr kennenlernen konnte, lag der Fokus auf den verschiedenen Gesprächsrunden mit Soldatinnen und Soldaten und Rekruten. Es wurde deutlich: Mit dem Attraktivitätssteigerungsgesetz der Bundeswehr haben wir viel erreicht, vor allem was die Vereinbarkeit von Familie und Dienst angeht. Doch gerade bei dem Thema Kinderbetreuung muss noch viel getan werden.

Aufgrund der Sondersitzung zum dritten Hilfspaket Griechenland im Deutschen Bundestag, musste ich leider meinen Besuch beim Landeskommando Sachsen und der Offiziersschule des Heeres in Dresden auf unbestimmte Zeit verschieben.

Abschließend habe ich im thüringischen Ohrdruf an einer Führerweiterbildung der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ teilgenommen. An vier Stationen wurde den Soldatinnen und Soldaten verdeutlicht, wie jeder einzelne Truppenteil arbeitet und dann im Endeffekt als Großverband zusammen effektiv agiert wird. Die Brigade stellt derzeit den großen Teil der Eingreifreserve der sogenannten NATO Response Force. Gerade im Einsatz müssen sich alle auf einander verlassen können, weshalb solche Übungen so wichtig sind. Und auch ich habe viel bei dieser Weiterbildung gelernt.

Vielen Dank allen beteiligten Soldatinnen und Soldaten für die Einblicke, die ich in diesen Tagen erhalten habe – eine Variante meine Arbeit im Bundestag unmittelbar miterleben zu können.

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