Evaluation des Betreuungsgelds bestätigt: Betreuungsgeld verzögert den Spracherwerb bei Kindern mit Migrationshintergrund

Copyright: Helene Souza /pixelio.de

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Pressemitteilung 

Die Evaluation des Betreuungsgeldes hat Befürchtungen der Kritiker bestätigt. Die Studie des Deutschen Jugendinstituts und der TU Dortmund verdeutlicht, dass der Anteil der Betreuungsgeldbeziehenden mit Migrationshintergrund, die zu Hause mit ihren Kindern kein Deutsch sprechen, mit 9% fast doppelt so hoch ist wie ihr Anteil an den Nicht-Betreuungsgeldbeziehenden (5%). Dazu stellt der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu (SPD) fest:

„Die SPD hat von Anfang an auf die Problematik hingewiesen, dass gerade Familien, in denen zu Hause nicht Deutsch gesprochen wird und deren Kinder den höchsten Sprachförderbedarf haben, zu oft das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen werden. In diesen Familien wird das Betreuungsgeld zur Bildungsbarriere. Ich werde mich weiter konsequent für mehr Mittel für den Ausbau und die Qualität der Kinderbetreuungsangebote einsetzen. Dabei hilft die allmähliche Umwidmung der Betreuungsgeldmittel für den KiTa-Ausbau und das Bundesprogramm Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration.“

Das Bundesverfassungsgericht hat das Bundesbetreuungsgeldgesetz am 21.07.15 für verfassungswidrig erklärt. Im Jahr 2016 werden dadurch rund 500 Millionen Euro und im Jahr 2017 1 Milliarde Euro Finanzmittel frei. Diese Mittel stellt der Bund den Bundesländern zur Investition in den KiTa-Ausbau und die Verbesserung der Qualität zur Verfügung.

Dr. Fritz Felgentreu ist Mitglied des Familienausschusses im Deutschen Bundestag und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für familienpolitische Leistungen. Felgentreu setzt sich insbesondere für die Verbesserung der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung ein.

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