SPD Familientagung 2016: Miteinander für ein familienfreundliches Berlin

Wie kann Berlin noch familienfreundlicher werden? Darüber diskutierten über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Familientagung der SPD Berlin im Willy-Brandt-Haus am 11. März 2016. Ich hatte die Freude diese spannende Tagung zu moderieren, mit zu diskutieren und die Ergebnisse festzuhalten.

In seiner Auftaktrede betonte Jan Stöß, Landesvorsitzende der SPD Berlin, dass die SPD der Motor einer modernen Familienpolitik für alle Familienformen – ob Paarfamilie, Alleinerziehende, Patchwork- oder Regenbogenfamilie – ist. Insbesondere Alleinerziehende müssten von der Stadt Unterstützung für die Bewältigung ihrer Alltagsherausforderungen bekommen.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, wies zunächst einmal darauf hin, dass „Familie sehr viel Glück“ bedeute. Heute sei es wichtiger denn je, die Chancen und Potenziale von Familien hervorzuheben. Denn entscheidend sei es füreinander da zu sein. Um die Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf zu stärken und die frühe Bildung zu fördern, werde der Senat in den kommenden zwei Jahren viel Geld in die Hand nehmen, um die Qualität der Kindertagesbetreuung zu verbessern und die Zahl der Kitaplätze um 14.000 zu erhöhen. Die Einrichtung weiterer Familienbüros sind, laut Scheeres, ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit von Berlin.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Caren Marks, hob – wie Scheeres – die Bedeutung der Kindertagesbetreuung hervor und wies u.a. auf das Modellprojekt Kita+ hin. Dieses Modellprojekt ermöglicht es Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, ihre Kinder auch in Tagesrandzeiten,  sehr früh und spät am Abend, in der Kita gut aufgehoben zu wissen. Marks lobte Berlin für den Ausbau der Kita-Infrastruktur und der Ganztagsschulen – in diesem Bereich habe Berlin Modellcharakter für ganz Deutschland.

Anschließend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Panels zu den Themen: „Familienfreundliche Stadtentwicklung in Berlin“; „Wie sind Familie und Beruf in Berlin vereinbar?“ und „Familien in der Einwanderungsgesellschaft“. In den Panels wurde ein große Bandbreite von Themen angesprochen: z.B. die nötige Infrastruktur in Neubaugebieten (auch) für Jugendliche, dass Bürokratieabbau auch mehr Zeit für Familien bedeutet, bei Neubauten noch mehr auf die Barrierefreiheit geachtet werden muss sowie dass migrantische Selbstorganisationen wichtig sind, um u.a. Begegnungsmöglichkeiten zwischen Neuzugewanderten und alt-berliner Familien zu schaffen. Es gelte in der Familie und zwischen Familien das Wir-Gefühl zu betonen, um sich miteinander für ein familienfreundliches Berlins zu engagieren, so die Moderatorinnen und Moderatoren der Panels.

Einer meiner Erkenntnisse aus dieser Tagung ist, dass bei der Förderung und Unterstützung von Familien, Alleinerziehende und die Jugend nicht aus dem Blick geraten dürfen. Die Einrichtung von Familienbüros als Anlaufpunkt für alle Familien vor Ort, als Ergänzung zu Familienzentren, ist ebenfalls ein zentraler Punkt den die SPD Berlin weiter fördern sollte.

Dank des Inputs der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben wir interessante Erkenntnisse gewonnen, die nun in den Wahlprogrammprozess der SPD Berlin zur Abgeordnetenhauswahl einfließen.