Mehr Zeit für Familie und Beruf – die Familienarbeitszeit

FamilienarbeitszeitFamilienministerin Manuela Schwesig hat in diesem Sommer ihr Konzept der Familienarbeitszeit vorgestellt. Damit können Eltern noch besser bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden.

Über neunzig Prozent der Frauen und Männer unter vierzig finden, dass beide – Mutter und Vater – sich um die Kinder kümmern sollen. Dabei wollen viele Mütter gerne mehr arbeiten und Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.

Mit der Familienarbeitszeit können wir diesen Eltern helfen, ihre Wünsche zu verwirklichen. Das Konzept sieht vor, dass Eltern, die beide ihre Arbeitszeit auf 80 bis 90 Prozent reduzieren – das sind zwischen 28 und 36 Wochenstunden – ein Familiengeld in Höhe von 300 € monatlich erhalten. Auch Alleinerziehende und getrennt Erziehende sollen das Familiengeld bekommen. Die Leistung soll insgesamt 24 Monate in einem Zeitraum bis zum achten Lebensjahr des Kindes bezogen werden können. 

Die Familienarbeitszeit ist eine wichtige Ergänzung unserer sozialdemokratischen Familien- und Geschlechterpolitik. Ein Konzept, von dem alle profitieren. Kinder profitieren davon, mehr Zeit mit beiden Eltern zu verbringen. Eltern erhalten mehr Wahlfreiheit, wie sie Familie und Erwerbstätigkeit partnerschaftlich aufteilen. Daneben leistet die Familienarbeitszeit einen wichtigen Beitrag zur individuellen Existenzsicherung beider Eltern. Vor allem Mütter bewahren wir so besser vor Armut und Altersarmut. In der Konsequenz befördert das Instrument die Angleichung beruflicher Entwicklungschancen und der Löhne von Männern und Frauen.

Die Union lehnt das Konzept mit fadenscheinigen Argumenten ab. Sie kritisiert die Familienarbeitszeit als „realitätsfremd“ – und zeigt damit, dass sie selbst von der Lebenswelt der meisten jungen Eltern nichts versteht. Denn 60 Prozent der Eltern mit kleinen Kindern wünschen sich, dass beide Partner in gleichem Umfang arbeiten und sich um die Familie und den Haushalt kümmern. Aber nur einem Viertel von ihnen gelingt auch die Umsetzung im Alltag.

Wir nehmen diese Eltern ernst und werden uns auch in Zukunft dafür stark machen, dass sie ihr Familienleben so gestalten können, wie sie es möchten.

 

Weitere Informationen zur Familienarbeitszeit finden Sie hier.

 

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