Keine religiöse Hochzeit ohne standesamtliche Trauung!

Auf ihrer Klausurtagung hat die SPD Bundestagsfraktion beschlossen, das vor einigen Jahren abgeschaffte Verbot der religiösen Voraus-Trauung wieder einzuführen. Wie vor 2009 soll gelten: Vor der religiösen Trauung muss die standesamtliche Eheschließung erfolgt sein. Ein Geistlicher, der sich nicht daran hält, wird mit einem Bußgeld bestraft.

Eine Kleinigkeit? Nein! Denn mit der Rückkehr zu den alten Regeln wird auch die reine so genannte „Imam-Ehe“ ohne Standesamt wieder illegal. Eine religiös begründete Ehe mit Minderjährigen oder eine Vielehe kann dann zumindest in Deutschland nicht mehr eingegangen werden.

Wir von der Neuköllner SPD fordern diese Gesetzesänderung schon seit Jahren. Kinder- und Zwangsehen sind Unrecht. Ein generelles Verbot ist im Sinne des Kindeswohls unverzichtbar. Deshalb liegt die SPD Fraktion auch mit ihrem zweiten Beschluss richtig, dass wir in Deutschland nur noch Ehen ab 18 anerkennen. Jetzt muss der Koalitionspartner sich erklären, ob er mitziehen will — bei der Ehe mit 18 und beim Verbot der religiösen Voraus-Trauung.