Das Schweigen brechen

Neuköllner Mädchen hissen Fahne am Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Jedes Jahr am 25. November werden bundesweit Fahnen gehisst, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Auch die Jugendlichen aus dem Mädchentreff desVereins „MaDonna Mädchenkult.Ur“ haben heute an der Aktion teilgenommen. „Es ist gut, dass sich die Mädchen mit diesem Thema auseinandersetzen. Wichtig ist, dass sie ihre Rechte kennen und wissen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen müssen“, erklärt der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, der die Fahnenaktion am Mädchentreff unterstützte.

Denn Gewalt gegen Frauen findet auch in Deutschland tagtäglich statt. Jede dritte Frau in unserer Gesellschaft erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt. Am Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ wird auf dieses weit verbreitete Phänomen mit verschiedenen Aktionen aufmerksam gemacht.
„Gewalt gegen Frauen hat erhebliche gesundheitliche und soziale Folgen. Nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die gesamte Gesellschaft“, so Felgentreu. „Gemeinsam müssen wir uns entschieden gegen jede Form von Gewalt wenden und uns mit den Bedingungen auseinandersetzen, die Gewalt an Frauen hervorbringen“.

Gewalt an Frauen hat verschiedene Gesichter. Eine Form sind Zwangsverheiratungen, die eine schwere Menschenrechtsverletzung darstellen. „Jungen Mädchen und Frauen müssen die Möglichkeit haben, sich ein eigenständiges Leben aufzubauen. Sie sind nicht das Eigentum von Vätern oder Ehemännern. Deshalb unterstützen wir auch weiterhin Präventions- und Hilfestrukturen für von Zwangsheirat Bedrohte und Betroffene“, bekräftigt der Abgeordnete.

„MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.“ hilft bereits seit Jahrzehnten Mädchen zwischen 8 und 21 Jahren zu einem selbstbestimmten Leben. Der Verein bietet im Neuköllner Rollbergviertel für Mädchen und junge Frauen offene und mobile Kinder- und Jugendarbeit und Beratung sowie ergänzende Eltern- und Familienarbeit an und ist mittlerweile fester Bestandteil des Viertels.