Feier zum 15-jährigen Bestehen des AK´s Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr

Am vergangenen Freitag lud der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr e.V. zur Feierstunde anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vereins. Der Verein, als Interessenvertretung der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Angehörigen der Streitkräfte, setzt sich für die Gleichberechtigung homosexueller Soldatinnen und Soldaten ein. In Gesprächen mit militärischen Führungskräften möchten sie Diskriminierung abbauen und dienen zeitgleich als Anlaufstelle für alle Bundeswehrangehörigen.

In einer persönlichen Rede betonte Staatssekretärin Dr. Katrin Suder, dass die Arbeit des Vereins sehr wichtig ist, um das Thema auf die Tagesordnung zu bringen und Diskriminierung innerhalb der Streitkräfte abzubauen.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist innerhalb der Bundeswehr bereits getan worden: Bislang galten Menschen mit HIV in der Bundeswehr generell als wehrdienstunfähig. Ende März beendete das Ministerium diese Praxis und öffnete die Bundeswehr nun auch für HIV-positive Menschen. Das Vorstandsmitglied der Berliner Aids-Hilfe e.V., Ralph Ehrlich, bedankte sich bei Frau Dr. Suder für die Beendigung dieser Diskriminierung.

In einem weiteren Grußwort erläuterte der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels, dass die Meldungen aufgrund von Diskriminierung glücklicherweise zurückgegangen sind. Doch trotz dessen muss weiterhin daran gearbeitet werden, dass auch homosexuellen Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr anerkannt werden. Niemand soll sich verstecken müssen aus Angst nicht befördert zu werden.

Diesen Weg werden wir als Politiker gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten weiter gehen und für eine offene Bundeswehr werben – frei von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe und Religion.