SPD schafft mehr Plätze in der Kindertagesbetreuung

Auf Initiative der SPD-Fraktion und der Familienministerin Manuela Schwesig hat der Bundestag gestern beschlossen, den Ausbau der Kindertagesbetreuung weiter voranzutreiben. Mit dem mittlerweile vierten Investitionsprogramm steckt der Bund bis 2020 weitere 1,126 Milliarden Euro in den Ausbau von Kinderbetreuung. Gemeinsam mit den Ländern sollen so 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden.

„Viele Mütter und Väter kennen das: Die Suche nach einem guten Kitaplatz kann ganz schön Nerven kosten. In Neukölln ist die Lage in sechs von zehn Bezirksregionen sehr angespannt. Und der Bedarf an Plätzen steigt weiter,“erklärt der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu.

Dabei seien gute Betreuungsplätze nicht nur Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Kitas sind Bildungseinrichtungen. Kinder und Familien fördern wir am besten und am gerechtesten durch erstklassige Kitas und Schulen“, so Felgentreu. „Gerade Kinder, die zuhause nicht deutsch sprechen, müssen unbedingt in die Kita, damit sie später in der Schule dem Unterricht folgen können. Gerade für Neukölln ist das ungeheuer wichtig.“

Mit den Mitteln sollen erstmals auch Plätze für Kinder über drei Jahren bis zum Schuleintritt gefördert werden. Zudem wird die Qualität der Angebote verbessert, zum Beispiel durch bessere Gesundheitsversorgung und Bewegungsförderung. Felgentreu stellt fest: „Gerade, was die Qualität in der Kindertagesbetreuung anbelangt, gibt es noch viel zu tun. Die SPD hält weiter an dem Ziel fest, dass sich der Bund gemeinsam mit den Ländern auf grundlegende Standards einigt. Zum Beispiel darauf, wie viele Kinder von einer Erzieherin oder einem Erzieher betreut werden sollen“.

In den vergangenen Jahren hat sich die SPD-Bundestagsfraktion erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Bund die Länder finanziell bei der Bereitstellung der Betreuungsinfrastruktur unterstützt. In dieser Legislaturperiode sind bereits durch das dritte Investitionsprogramm 550 Millionen Euro in den quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung investiert worden. Des Weiteren erhalten die Länder durch den Wegfall des Betreuungsgeldes die frei werdenden Mittel in Höhe von rund zwei Milliarden Euro bis 2018 für den Bereich Kinderbetreuung.