„Demokratie stärken! Was kann ich dafür tun?“

Diese Frage stellten wir uns gemeinsam am 16. April während der gleichnamigen Dialogveranstaltung, zu der das Interkulturelle Zentrum Genezareth und der Verein Aufbruch Neukölln eingeladen hatten. Nicht nur als Bundestagsabgeordneter kann man sich für die Demokratie stark machen, sondern auch als engagierter Bürger Neuköllns. So habe ich viele verschiedene Ansichten gehört, was Menschen die sich für andere einsetzten, mit dem Begriff verbinden.
„Für viele Menschen in der Welt ist die Demokratie ein erträumtes und unerreichtes Ziel. Für uns ist die Demokratie eine Methode, die wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzten dürfen. Da wo Unentschlossene, Wechselwähler und Menschen ohne feste Meinung den Unterschied ausmachen, gerät Demokratie in Gefahr.“, so Pfarrer Dr. Reinhard Kees, der die Demokratie als „zartes Pflänzchen“ bezeichnet, dass gepflegt und behütet werden muss. Ein anderes Bild hat Irina Filter, die Leiterin des Projektes Shalom Rollberg, gezeichnet: Sie schaut in den Spiegel und „sieht dort auch die Demokratie, als Teil von etwas Starkem und Guten, an dem man teilhaben und mitgestalten möchte.“ Kazım Erdoğan möchte mit seinem Engagement insbesondere junge Menschen erreichen, um sie gegenüber „Rattenfängern“ widerstandsfähig und selbstbewusst zu machen. „Man meckert, redet und schimpft. Aber verändern sollen immer die Anderen. Das darf nicht sein.“, fügte er hinzu.
Ich habe die offene Atmosphäre genossen, in der wir uns auch den zahlreichen Fragen der Gäste des Abends stellen konnten. Demokratie braucht immer auch aufrechte Demokraten, die für sie einstehen und ihr ein Gesicht geben. Herzlichen Dank an Kazım Erdoğan und Pfarrer Dr. Reinhard Kees für die Einladung und Kemal Hür für die souveräne Moderation! Gerne jederzeit wieder!