Jeder hat ein Recht auf Arbeit!

Diskussion zum Teilhabechancengesetz für Langzeitarbeitslose

In ihren abschließenden Worten zur Fraktion vor Ort Veranstaltung im Bürgerzentrum Neukölln am 19. Februar erinnerte Katja Mast (MdB) an Marie Juchacz, die vor genau einhundert Jahren als erste Frau eine Rede in der Weimarer Nationalversammlung gehalten hatte, nachdem sie ihre politische Karriere zuerst im Parteivorstand des Ortsverbandes Rixdorf (heute Neukölln) begann. Als Neuköllnerin und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt bildet sie auch die Schnittstelle zu dem Thema des Abends: „Der soziale Arbeitsmarkt kommt: Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose“.
Nach einer kurzen Begrüßung von Fritz Felgentreu (MdB), stellte Katja Mast (MdB) zunächst das verabschiedete Teilhabechancengesetz für Langzeitarbeitslose und das neue Sozialstaatskonzept der SPD vor. Sie betonte dabei das Recht auf Arbeit, das die Grundlage für sozialdemokratische Arbeitsmarktpolitik bildet.

Anschließend lobte der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach, das Sozialstaatskonzept als Schritt in die richtige Richtung, indem es umfassende Antworten auf verschiedene Herausforderungen liefert. Am Teilhabenchancengesetz begrüßte er vor allem die tarifliche Bindung der Förderungen, um so einen Schattenarbeitsmarkt zu verhindern und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Richard Kurherr vom Job Point Berlin gab Einblicke in die praktische Arbeit der Arbeitsvermittlung und betonte vor allem die Wichtigkeit von begleitender Beratung, die als entscheidender Teil im neuen Gesetz verankert ist.

Nach den einzelnen Vorträgen wurde die Runde für das Publikum geöffnet und es kam zu einer anregenden und konstruktiven Diskussion. In seinem Fazit schloss Fritz Felgentreu (MdB) damit, dass die SPD neben den Konzepten der Arbeitsmarktpolitik zusammen mit dem Gute-Kita-Gesetz und dem Konzept der Grundrente auf dem Weg ist, in einem großen „Rundumschlag“ das ganze Leben eines Menschen abzudecken.