Mindestlohn für Azubis: Das, was Du tust, hat seinen Wert.

Die Bundesregierung macht den Weg frei für einen Mindestlohn für Azubis. Dafür haben wir als SPD lange gekämpft! Mit der Mindestvergütung für Auszubildende (MVA) konkretisieren wir die Verpflichtung aller Betriebe, ihren Auszubildenden eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen und verankern es im Berufsbildungsgesetz.

Auszubildende sind die Zukunft der Betriebe in unserem Land. Sie lernen und packen mit an. Dafür haben sie einen fairen Lohn verdient. Deshalb war für uns klar: Die MAV muss im Verlauf der Ausbildung deutlich steigen. Geeinigt wurde sich jetzt auf eine Steigerung von 18% im II. Ausbildungsjahr und 35% im III. Ausbildungsjahr. So sorgen wir auch dafür, dass die Sätze über dem Schüler-BAföG liegen, denn von der Ausbildungsvergütung werden – anders als beim Schüler-BAföG – auch Sozialbeiträge erhoben.

Die MVA sichert künftig eine untere Grenze. Die Bindung an die geltende Untergrenze von 20% Unterschied zwischen der nichttarifgebundenen gegenüber der tariflichen Ausbildungsvergütung wird ergänzt und nicht ersetzt. Das bedeutet, wenn es beispielsweise eine tarifliche Ausbildungsvergütung von 1000 € in einer Branche gibt, muss ein nichttarifgebundener Betrieb weiterhin 800 € zahlen. Der Betrieb darf nicht auf 515 € MAV absenken.

Mit der Mindestausbildungsvergütung sorgen wir nun dafür, dass auch Betriebe, die nicht tarifgebunden sind, ihre Azubis angemessen bezahlen müssen.