Standorttour 2019

In diesem Jahr nutzte ich erneut die Sommerpause, um verschiedene Standorte der Bundeswehr in Deutschland zu besuchen und von den Soldaten vor Ort mehr über ihre Arbeit in den verschiedenen Truppengattungen zu erfahren. In vielen interessanten Gesprächen mit Kommandeuren, Personalvertretern und Vertrauenspersonen erhielt ich einen Eindruck, was die Truppe aktuell beschäftigt und nehme viele Anregungen für meine parlamentarische Arbeit mit. Eine große Herausforderung stellen die infrastrukturellen Probleme in den Kasernen, wie beispielsweise mangelnde Betreuungseinrichtungen oder sanierungsbedürftige Gebäude dar.

Die erste Woche meiner Standorttour verbrachte ich in Rheinland-Pfalz. Beim Zentrum für Innere Führung und dem Kommando Sanitätsdienst in Koblenz, dem Zentrum Operative Kommunikation in Mayen sowie dem Headquarters Allied Air Command in Ramstein hatte ich die Möglichkeit mit vielen engagierten Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen. Dies hat mir viel Freude und tiefe Einblicke in ihre Aufgaben und Herausforderungen verschafft. In Idar-Oberstein besuchte ich neben dem Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung auch meine alte Ausbildungsstätte als Reserveoffizier, das Artillerielehrbataillon. Ein besonderer Moment für mich war es, dort meinen alten Zugführer zu treffen, der am Ausbildungszentrum gerade eine Reservedienstleistung absolvierte.

In der zweiten Woche ging es in den Osten Deutschlands zur Panzergrenadierbrigade in Frankenberg und dem ihr zugehörigen Aufklärungsbataillon in Gotha, zum Logistikkommando und dem IT-Bataillon in Erfurt, dem Ausbildungskommando Heer in Leipzig sowie der Unteroffiziersschule des Heeres in Delitzsch. An den Standorten erwartete mich ein abwechslungsreiches Programm von logistisch-taktischen Gesprächen über die Beobachtung einer Ausbildungsübung bis hin zu einer Kasernentour in einem Fennek-Spähfahrzeug. Gerade an den Standorten in Thüringen und Sachsen spielt der Heimatbezug der Soldatinnen und Soldaten eine große Rolle und die Bundeswehr ist ein attraktiver Arbeitgeber in der Region.

Die Vorbereitung auf und Teilnahme an der schnellen Eingreiftruppe VJTF, auch „Speerspitze der NATO“ genannt, verdeutlicht die Herausforderungen der Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Dieses Umdenken im Auftrag der Bundeswehr fließt bereits in der logistischen Planung, den Übungen und der Ausbildung ein. Insbesondere beim Material und der persönlichen Ausrüstung erfordert die neue Schwerpunktsetzung allerding noch viel Arbeit.

Ich danke den jeweiligen Projektverantwortlichen und Truppenführern vor Ort für ihre Mühe bei der Planung und Offenheit in den Gesprächen.