Entlastung von Angehörigen von Pflegebedürftigen

Die Pflege von Eltern oder auch Kindern bedeutet für Angehörige häufig eine große finanzielle Belastung. Denn bisher müssen sie für den Unterhalt und damit für die Pflegekosten der Pflegebedürftigen aufkommen, wenn diese Hilfen zur Pflege erhalten – oft viele Jahre lang. Ab 1. Januar 2020 wird sich das mit dem Inkrafttreten des Angehörigen-Entlastungsgesetzes endlich ändern!

Künftig wird auf das Einkommen der Angehörigen erst dann zurückgegriffen, wenn sie mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen – ansonsten werden die Kosten für die Hilfe zur Pflege vom Staat übernommen.

Die bisherige Regelung brachte viele Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen in starke finanzielle Schwierigkeiten. Deswegen haben wir am Donnerstag im Bundestag nun eine soziale Lösung durchgesetzt, die verhindert, dass sich Angehörige von Pflegebedürftigen in ihrer ohnehin schon schwierigen Situation Sorgen machen müssen, finanziell über die Runden zu kommen.

Ab dem 1. Januar 2020 wird der Kostenanteil für Eltern über 18-jähriger pflegebedürftiger Kinder sowie der Kostenanteil für Familien, in denen die Eltern, beziehungsweise Großeltern in eine Pflegeeinrichtung müssen, nur noch für Menschen fällig, die ein Bruttojahreseinkommen von mindestens 100.000 Euro haben. Alle, die weniger verdienen, müssen nicht mehr für die Pflege oder die Unterbringung ihrer Angehörigen aufkommen. Damit geben wir Familien in schwierigen Situationen und auch in emotional belastenden Zeiten zumindest finanzielle Stabilität. Ein weiterer Schritt ,um unser Land sozial gerechter und solidarischer zu machen.