Debatte zur Einführung eines Verwundetenabzeichens

Am 11. Dezember diskutierten wir den Antrag der AfD-Fraktion „Opferbereitschaft deutscher Soldaten anerkennen – Einführung eines Verwundetenabzeichens in der Bundeswehr“ im Plenum des Deutschen Bundestags.

Wie wir mit verschiedenen Gesetzen, wie dem „Starke-Truppe Gesetz“ dieses Jahr gezeigt haben, ist die angemessene Versorgung unser Soldatinnen und Soldaten im Einsatz und danach ein Kernanliegen der SPD. Es steht fest: wir sind es den Frauen und Männern, die im Einsatz für unsere Gesellschaft körperlich oder psychisch versehrt worden sind schuldig, sie bestmöglichst zu versorgen, abzusichern und auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten.

Weiterhin ist es unbestritten, dass unseren Soldatinnen und Soldaten Anerkennung für Ihren Dienst gebührt. Allerdings halte ich ein Verwundetenabzeichen, wie es die AfD vorschlägt, nicht für eine angemessene Form der Anerkennung. Was wir auszeichnen und anerkennen wollen, ist nicht die Verwundung als solche, sondern alles, was für Verwundung oder Trauma ursächlich war: Die Pflichterfüllung, die Einsatzbereitschaft und der Mut der Verwundeten im Einsatz und im Gefecht. Dafür haben wir bereits die Einsatzmedaille, die Einsatzmedaille Gefecht und das Ehrenkreuz für Tapferkeit. Mit der angestrebten Ausrichtung der „Invictus Games“ 2022 in Düsseldorf wollen wir außerdem zeigen, welches Gut der Beitrag der verwundeten Soldaten für uns alle bedeutet. Für uns in der SPD scheint dies ein besserer Weg zur Stärkung von Moral und Motivation zu sein als die Verleihung eines Abzeichens, das bei keinem Soldaten und keiner Soldatin ersetzen kann, was sie verloren haben.