Für faire Löhne in der Pflege

Viele Pflegekräfte in der Altenpflege in Deutschland arbeiten am Limit – und das nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie. Nur etwa 50 Prozent von ihnen werden bisher aber nach Tarif bezahlt – die andere Hälfte verdient deutlich weniger. Das ändern wir mit der in dieser Woche im Bundestag beschlossenen Pflegereform. Denn Pflegekräfte haben gute Arbeitsbedingungen und bessere Löhne verdient!

Wie wir das machen? Ab September 2022 werden Pflegeeinrichtungen nur noch Gelder aus der Pflegeversicherung erhalten, wenn sie ihre Beschäftigten mindestens in der Höhe eines Pflege-Tarifvertrags bezahlen. Dadurch werden über eine halbe Million Pflegekräfte bald endlich besser verdienen – bis zu 300 Euro mehr pro Monat. Das sind sehr gute Nachrichten für die vielen Altenpflegerinnen und Altenpfleger in unserem Land – wovon übrigens etwa 84 Prozent Frauen sind.

Die höheren Löhne werden sich nicht in den Eigenbeiträgen niederschlagen, da der pflegebedingte Eigenanteil in der vollstationären Pflege gestaffelt nach Länge der Leistung und durch teilweise Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckelt wird. Dass die Angehörigen über Gebühr belastet werden, wurde mit dem Angehörigenentlastungsgesetz ohnehin ausgeschlossen.