Abschluss der letzten Standorttour

Der zweite Teil meiner Standorttour in diesem Jahr war zugleich mein letzter geplanter Besuch von Bundeswehrliegenschaften in meiner Zeit als Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Zum Abschluss dieses zentralen Teils meiner Arbeit für den Verteidigungsausschuss kam ich nicht umher, Anfang September noch einmal ins Herzstück der Artillerie nach Idar-Oberstein zu reisen. Gemeinsam mit Joe Weingarten machte ich mir vor Ort ein Bild über die Ausbildung des Artillerielehrbataillons 345 und der Artillerieschule unter Pandemiebedingungen. Während die Standorte diese Herausforderung bestmöglich zu meistern schienen, ist der infrastrukturelle Zustand beider Kasernen alarmierend.

Die Artillerieschule (wie sie jetzt übrigens zum Glück auch wieder offiziell heißt) hatte nach einer Führung durch die beeindruckende Lehrsammlung eine nostalgische Überraschung für mich parat. In Begleitung meines Zugführers aus der Grundausbildung durfte ich noch einmal auf der 155mm Feldhaubitze (FH 70) Platz nehmen. An diesem bereits außer Dienst gestellten Feldgeschütz wurde ich zu meiner Zeit als Artillerist ausgebildet.

Weiter ging es am Donnerstag nach Lebach im Saarland. Bei der Luftlandeaufklärungskompanie 260 demonstrierten die Fernspäher live ihre beeindruckenden Fähigkeiten. So wurden wir beim Kasernenrundgang, selbstverständlich unbemerkt, ausgespäht und mit Bildern unserer ahnungslosen Gesichter überrascht. Ein Höhepunkt des Besuches war die Verabschiedung von Soldaten der Kompanie in den MINUSMA-Einsatz. Ich nutzte die Gelegenheit, um den Dank und die Anerkennung der Abgeordneten des Bundestages, die sie als Parlamentsarmee in diesen gefährlichen Einsatz schicken, zum Ausdruck zu bringen.

Mein Besuch in Lebach und damit meine letzte Standorttour endete mit einer eindrucksvollen Vorführung der Fähigkeiten und Ausstattung der Fernmeldekompanie des EUROCORPS. Neben der Einführung in die verschiedenen Netzwerke und einer Demonstration der blitzschnellen Errichtung eines Kabelüberbaus erhielt ich außerdem einen Überblick über eine eher ungewöhnliche Aufgabe für Fernmelder: das Betreiben eines Impfzentrums am Rande des Kasernengeländes. Die Soldatinnen und Soldaten leisten hier weiterhin unermüdlich einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen an der Organisation der Standortbesuche Beteiligten sowie den Kommandeuren, Kompaniechefs und Mitgliedern der Beteiligungsgremien, die viele wichtige Informationen und Anregungen für die Arbeit der AG Sicherheit und Verteidigung der SPD-Bundestagsfraktion mit mir geteilt haben.