SPD kämpft um jeden Ausbildungsplatz

Wegen der Corona-Krise sehen sich viele kleine und mittlere Unternehmen dazu gezwungen, auf die Ausbildung zu verzichten. Das müssen wir unbedingt verhindern! Denn die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen.

Deshalb haben wir für sie heute im Kabinett einen weiteren Schutzschirm auf den Weg gebracht: Die Ausbildungsprämien werden verdoppelt und noch mehr Unternehmen können diese Unterstützung in Anspruch nehmen. Mein Dank gilt Arbeitsminister Hubertus Heil, der sich sehr dafür eingesetzt hat!

Mehr Unterstützung und Teilhabe für Bedürftige und Familien in Krisenzeiten!

Wir sorgen für eine schnelle Versorgung Bedürftiger mit kostenlosen FFP2-Masken und die Übernahme der Kosten digitalen Lernens für bedürftige Schülerinnen und Schüler. Zudem gibt es 150 Euro Corona-Zuschuss für alle Erwachsenen, die von Grundsicherung leben. Alle Familien erhalten zudem 150 Euro Kinderbonus pro Kind.

Trotz wirksamer Maßnahmen und langsam sinkender Infektionszahlen, hat uns die Pandemie noch immer fest im Griff. Distanzunterricht und das Tragen von medizinischen Masken in Geschäften und dem ÖPNV sind deshalb leider weiterhin notwendig.

Wir machen uns keine Illusionen: Dies bedeutet eine große Belastung, insbesondere für bedürftige Menschen. Für uns steht jedoch fest: Schutz und Teilhabe am öffentlichen Leben, und besonders am Unterricht, dürfen nicht vom Geldbeutel abhängen! Gerade in Krisenzeiten müssen wir solidarisch sein.

Deshalb begrüßen wir die Initiative von Arbeitsminister Hubertus Heil, Familien mit Schülerinnen und Schülern, die auf Grundsicherung angewiesen sind, bei der Anschaffung von Laptops, Tablets und Druckern finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig haben wir es geschafft, dass Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen oder mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, zehn kostenlose FFP2-Masken erhalten. Die Ausgabe wird wieder über Gutscheine der Krankenkassen für die Apotheken realisiert.

Verlängerung der Kurzarbeitergeld-Regelung bis Ende 2021

Der Bundestag hat am 20. November die Kurzarbeitergeld-Regelung bis zum 31.12.2021 verlängert. Zwar steht der Arbeitsmarkt wegen der Corona-Pandemie weiter unter Druck, er zeigt sich aber trotzdem robust – nicht zuletzt wegen der Regelungen zur Kurzarbeit. Nachdem die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit im April 2020 eine Höchstmarke von rund sechs Millionen erreicht hatte, nahm der Arbeitsausfall über die Sommermonate wieder ab und lag im August bei 2,58 Millionen. Doch der Anteil an Beschäftigten in Kurzarbeit ist immer noch hoch. Und auch angesichts wieder steigender Infektionszahlen ist klar, dass wir das Kurzarbeitergeld weiterhin brauchen. Bundearbeitsminister Hubertus Heil sagt zurecht: „Mit dem Kurzarbeitergeld ist es gelungen, die schlimmsten Folgen der Krise abzumildern.“

Deshalb erleichtern wir weiterhin den Zugang zur Kurzarbeit bis zum Ende des kommenden Jahres. Und wir verlängern auch die Regelungen zur Bezugsdauer (max. 24 Monate, längstens bis 31.12.2021) sowie zur Erhöhung des Kurzarbeitergelds.

Konkret sieht das Gesetz folgende Regelungen vor:

Neue Hilfen für Soloselbstständige und Kunst & Kultur

In den letzten Wochen und Monaten der Corona-Pandemie hat besonders die Branche der Kulturschaffenden gelitten. Die Branche musste hohe Umsatzeinbrüche auf sich nehmen, da unter anderem Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte und Theateraufführungen nicht stattfinden konnten. Als SPD ist uns sehr daran gelegen, dass allen Betroffenen geholfen wird. Deshalb freut es uns, dass die Novemberhilfe weiterentwickelt worden ist und die sogenannte „Neustarthilfe“ auf den Weg gebracht wurde, welche ab Januar 2021 beantragt werden kann. Darauf haben viele selbstständige Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende in Neukölln gewartet und ich bin froh, dass diese dringend benötigte Hilfe jetzt kommt.

Finanzminister Olaf Scholz hat in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium weitergehende Hilfszahlungen für die Kulturbranche beschlossen. Kulturschaffende haben nun die Möglichkeit einen Zuschuss von bis zu 5000 Euro ganz unbürokratisch zu beantragen. Dieser Zuschuss ist für Dezember 2020 und die ersten sechs Monate des Jahres 2021 gedacht und wird als einmalige Zahlung ausgeschüttet. Offiziell handelt es sich um einen Zuschuss für die Betriebskosten, allerdings dürfen auch die Lebenshaltungskostens davon bestritten werden. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet, sondern zusätzlich zu anderen Hilfen ausgezahlt. Mit der Hilfe sollen die Kulturschaffenden 25 Prozent des vergleichbaren Umsatzes aus dem Vorjahr bekommen. Außerdem bekommen mehr Unternehmen und Selbständige, die von den aktuellen Schließungen auch indirekt betroffen sind, einen Anspruch auf Novemberhilfe.

Insgesamt stellt der Bund ein Hilfsvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro zur Verfügung, um allen betroffenen Branchen der Corona-Pandemie umfangreich helfen zu können.

Der Sozialstaat wächst mit seinen Aufgaben

Der Deutsche Bundestag hat am 5. November das Regelbedarfsermittlungsgesetz beschlossen und damit die Grundlage für eine deutliche Erhöhung der Regelsätze für alle Sozialleistungen, die der Existenzsicherung dienen, gelegt. Im Hinblick auf die Regelsätze findet eine Erhöhung in allen sechs Stufen statt. Besonders Familien mit Kindern profitieren von dieser Erhöhung. Positiv und zeitgemäß ist außerdem, dass von nun an auch Kosten für Mobilfunknutzung als regelbedarfsrelevant anerkannt werden. Weitere Informationen hier.

Doch nicht nur dank der Erhöhung des Regelsatzes steht Familien mit Kindern und kleinem Einkommen mehr Geld zur Verfügung. Auch dank des Starke-Familien-Gesetzes erhalten Familien größere finanzielle Unterstützung. Ab dem 1. Januar 2021 erhöht sich der Kinderzuschlag auf bis zu 205 Euro. Besonders Familien mit kleinem Einkommen sollen entlastet werden, weshalb es nicht zuletzt auch eine Erhöhung des Schülerbedarfspakets von 100 auf 150 Euro gibt, sowie kostenlose Schülerfahrkarten, Mittagessen in Schulen und Kitas und Nachhilfen. Weitere Informationen hier.

Auf den Sozialstaat kommt es an

Besonders in Zeiten der Krise wird deutlich, worauf es ankommt. Wir müssen das stärken, was sich in der Krise bewährt hat und gleichzeitig unseren Sozialstaat auf neue Herausforderungen vorbereiten. Daher haben wir als SPD-Bundestagsfraktion auf unserer Fraktionsklausur beschlossen, unseren Sozialstaat weiterzuentwickeln. Denn für die Sozialdemokratie ist klar: Investitionen in den Sozialstaat sind Investitionen in die Zukunft!

Wir setzen uns unter anderem ein für:

Verlängerung befristeter Corona-Vorhaben: Kurzarbeitergeld nun bis zum 31.12.2021

Die Koalition hat im Koalitionsausschuss gestern Abend vereinbart, das Kurzarbeitergeld von 12 auf 24 Monate zu verlängern – ein wichtiges Signal für Beschäftigte! Außerdem erhöht es sich weiterhin ab dem vierten Monat auf 70 Prozent und ab dem siebten Monat auf 80 Prozent. Für Berufstätige mit Kindern sind es je 7 Prozent mehr.

In Berlin haben von März bis Juli rund 39.000 Betriebe Kurzarbeit für ca. 406.000 Beschäftigte angezeigt. Besonders hart trifft es das Gastgewerbe, die Gastronomie und den Handel (Quelle: Arbeitsmarkttelegram Berlin der Bundesagentur für Arbeit). Mit dem Kurzarbeitergeld überbrücken wir die Krise und sichern Arbeitsplätze!

Das Kurzarbeitergeld wird mit folgenden Maßgaben verlängert:

Wir lösen unser Versprechen ein: Die Grundrente kommt!

„Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass Arbeit sich lohnt − auch in der Rente.“

Für die SPD ist es schon seit geraumer Zeit von oberster Priorität, Rentnerinnen und Rentnern gerechte und menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll schließlich auch von einer gut erwirtschafteten Rente leben und profitieren können. Seit geraumer Zeit lässt sich allerdings ein anderer Trend verzeichnen: niedrige Renten, untragbare Lebensbedingungen und die Vernachlässigung derer, die wir unterstützen sollten.  Damit ist jetzt Schluss! Trotz einiger Verzögerungen haben wir uns nun durchgesetzt: gemeinsam mit der CDU-/CSU-Fraktion beschlossen kommt die Grundrente mit sozialdemokratischer Handschrift ab  Januar 2021!

Unter der Maxime „Anerkennung der Lebensleistung“  werden dabei 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner künftig von dem neuen Gesetz profitieren können und sind im höheren Alter nicht mehr von der Grundsicherung abhängig. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie hier im Überblick:

Mehrwertsteuer runter, Konjunktur rauf: Das größte Konjunkturpaket aller Zeiten!

Nach langen Verhandlungen mit der CDU-/CSU-Fraktion haben wir das größte Konjunkturpaket aller Zeiten beschlossen! Das wichtigste: Wir stärken nicht nur die Wirtschaft, sondern vor allem auch Familien, Menschen mit kleinem Geldbeutel, Städte und Gemeinden. Außerdem ist die Abwrackprämie für Verbrenner vom Tisch!

Sozialschutz verbessert, Kurzarbeitergeld erhöht

Am 14. Mai haben wir im Bundestag ein höheres Kurzarbeitergeld, mehr Zuverdienst und längeres Arbeitslosengeld beschlossen! Denn die Corona-Pandemie trifft viele Menschen sehr hart: Jeder dritte Betrieb hat Kurzarbeit angemeldet, Beschäftigte wurden entlassen. Mit folgenden Verbesserungen werden Betroffene nun konkret unterstützt:

👉 Wir erhöhen das Kurzarbeitergeld für alle, die es für eine um mindestens 50% reduzierte Arbeitszeit beziehen: ab dem 4. Monat auf 70% (für Haushalte mit Kindern 77%) und ab dem 7. Monat auf 80% (für Haushalte mit Kindern 87%).

👉 Wir öffnen Zuverdienstgrenzen in Kurzarbeit: Ab Mai dürfen Kurzarbeitende in allen Berufen bis zur Höhe des bisherigen Monatseinkommens in anderen Jobs hinzuverdienen.

👉 Außerdem verlängern wir das Arbeitslosengeld um drei Monate für alle, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde.