Gut für Neukölln: „Leistung macht Schule“

Neuköllner Albrecht-Dürer-Gymnasium für die Teilnahme an bundesweiter Förderinitiative ausgewählt

„Das Albrecht-Dürer-Gymnasium wurde als eine von bundesweit 300 Schulen für die Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler ausgewählt“, freut sich der Neuköllner SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu. Im Rahmen einer neuen, am 30. Januar 2018 gestarteten gemeinsamen Initiative stellen Bund und Länder über die kommenden zehn Jahre insgesamt 125 Millionen Euro bereit, um begabte Schülerinnen und Schüler künftig besser zu fördern.

„Alle Schülerinnen und Schüler sollten natürlich optimal gefördert werden“, betont Felgentreu. „Mit ‚Leistung macht Schule‘ konzentrieren wir uns auf die leistungsstarken ‚Jungen Talente‘ und auf die, die potenziell besonders leistungsfähig sind. Es freut mich deshalb besonders, dass von dem neuen Förderprogramm auch ein Neuköllner Gymnasium profitieren wird. Denn: Die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen.“
Wissenschaftlich begleitet wird die neue Begabtenförderungsinitiative von der Freien Universität und der Humboldt-Universität.

Besuch der Gemeinschaftsunterkunft Gerlinger Straße

Vor fast genau einem Jahr zogen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in die neu errichtete Gemeinschaftsunterkunft in der Gerlinger Straße. Ein guter Zeitpunkt, um wieder einmal dort vorbeizuschauen! Heimleiter Peter McCarthy, Ehrenamtskoordinatorin Sarah Diallo und Geschäftsführer Rüdiger Kunz von der DRK Müggelspree Nothilfe berichteten mir über ihre derzeitige Arbeit und zukünftig geplante Projekte. Das DRK ist seit dem letzten Sommer Betreiber der Unterkunft. Gab es zunächst einige organisatorische Anlaufschwierigkeiten, so konnten inzwischen viele Verbesserungen für ein gutes Zusammenleben in der Unterkunft erreicht werden. Vielen Dank für den offenen Austausch!

Rollberger Box Gym: Hier lernen die Kinder fürs Leben

Wie bewahren wir Neuköllner Kinder und Jugendliche vor einer kriminellen Laufbahn und ermöglichen ihnen echte Zukunftsperspektiven? Diese Frage hat den jungen, engagierten Neuköllner Seyfeddin Moussa so sehr beschäftigt, dass er vor circa einem Jahr entschied, das Problem mit einem eigenen Präventionsprojekt anzupacken.

Ich habe den Initiator vom „Rollberger Box Gym“ am 8. Januar kennengelernt und durfte beim Training zuschauen. Im kostenlosen Boxtraining können Kinder ab fünf Jahren sich austoben und ihre Aggressionen abbauen, ohne dabei andere zu verletzen. Dass sie die Übungen außerhalb der Turnhalle aber nur im schlimmsten Notfall zur Selbstverteidigung anwenden dürfen, wissen die Kinder. Schließlich bringt Seyfeddin Moussa ihnen in erster Linie bei, wie sie ihre Konflikte ohne Gewalt lösen können.

Spendenaktion für die Kältehilfe Neukölln erfolgreich

Die Hilfsbereitschaft der Neuköllnerinnen und Neuköllner ist wirklich überwältigend! Am 18. Dezember konnten Karin Korte und ich die in unseren Büros gesammelten Spenden an die Kältehilfestation der Kubus gGmbH übergeben. In den vergangen Wochen wurden Lebensmittel und warme Socken, Bettwäsche und Drogerieartikel für die Gäste der Unterkunft gesammelt. Auch im Wahlkreisbüro von Joschka Langenbrinck stapelten sich Waschpulver, Taschentücher und Kleiderspenden. Vielen herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender!

Wer die Neuköllner Kältehilfe gern ebenfalls unterstützen möchte, kann dies natürlich weiterhin tun und seine Spenden direkt in die Teupitzer Straße 39 bringen.

Berlin direkt an meinem Stammtisch

Berlin direkt (ZDF) hat sich Donnerstag an meinen Stammtisch im Cafe Rix umgehört, wie die ergebnisoffenen Sondierungsgespräche mit der Union bewertet werden.

Was für mich keine Option ist, sind Neuwahlen. Ich finde, man kann nicht das Volk so lange wählen lassen, bis das Ergebnis passt. Dieser 19. Deutsche Bundestag hat den Auftrag stabile Verhältnisse in Deutschland herbeizuführen. Und da hängt die SPD mit drin. Den Auftrag haben wir auch. Ob wir einen Beitrag leisten können, hängt nur sehr stark davon ab, ob wir auch sozialdemokratische Politik machen können.

Zu den Vorfällen am Pariser Platz und vor dem Rathaus Neukölln

Bei den Demonstrationen auf dem Pariser Platz sowie vor dem Neuköllner Rathaus haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer antisemitische Parolen skandiert und jüdische Symbole verbrannt. Dieser Missbrauch der Versammlungsfreiheit vergiftet und spaltet unsere von Einwanderung und dem friedlichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft geprägte Stadtgesellschaft. Einwanderung bedeutet immer auch, dass die Konflikte der Herkunftsländer auch bei uns ankommen. Das muss man wissen und bis zu einem bestimmten Punkt auch hinnehmen. Die Menschen, die zu uns kommen, haben alle ihre Prägungen und Verletzungen im Gepäck. Wo es sich aber in Verhetzung niederschlägt, darf es dafür kein Verständnis und keine Toleranz geben. Die Ächtung und aktive Bekämpfung von Antisemitismus in jeder Form ist deshalb von zentraler Bedeutung.

Wir benötigen verstärkte Präventionsanstrengungen — unbedingt auch in den Integrationskursen — und eine Auseinandersetzung im Schulunterricht mit den aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus, besonders in Brennpunktquartieren. Denn der Antisemitismus nimmt an Kraft und Sichtbarkeit auch in Deutschland wieder zu – neben israelbezogenem Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft und in Teilen der Linken ist hier auch der aktuelle Geschichtsrevisionismus auf nationalistischer Seite zu nennen. Ich halte es für das Gebot der Stunde, dass wir diese Entwicklung mit deutlich mehr Wachsamkeit und Widerstand beantworten. Wir brauchen wieder eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Antisemitismus: Woran erkennt man ihn, wie kann man ihm entgegentreten, warum hat Deutschland eine besondere Verantwortung? Ziel muss es sein, die Resilienz gegen den Antisemitismus in der Gesellschaft insgesamt stärken. Dazu gehört auch ein effektiverer institutioneller Rahmen. Ich schließe mich daher ausdrücklich der Forderung des zweiten Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus an, einen Bundesbeauftragten gegen den Antisemitismus einzusetzen.

Presseüberblick:

14. Dezember 2017 taz „Der Kampf gegen Antisemitismus braucht einen Bundesbeauftragten, sagt Fritz Felgentreu“
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1. Dezember 2017 BILD „Politiker machen in Bild unmissverständlich klar: Hass aus Nahost hat bei uns nichts zu suchen“

Ehrenamtliche für die Kältehilfe gesucht

Die Nächte werden kälter und für obdachlose Menschen umso härter. In Neukölln gibt es seit dem 1. Dezember eine neue Kältehilfe für 25 männliche Obdachlose.
Die Beschäftigungsagentur Berlin-Brandenburg e.V. (BABB e.V.) sucht noch männliche Ehrenamtliche, die von 18 – 21:30 Uhr oder von 19 – 06 Uhr mithelfen wollen.

Der Kältehilfestandort steht bis 31.03.2018 für bis zu 25 Obdachlose mit Übernachtungsplätzen zur Verfügung. Geöffnet ist an allen Tagen von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens. Es besteht die Möglichkeit zu duschen und Wäsche zu waschen, zudem werden ein Abendmahlzeit und am darauffolgenden Tag ein Frühstück gereicht.

Die Kältehilfestation liegt in der Teupitzer Straße 38, 12059 Berlin und ist erreichbar über den S-Bahnhof Sonnenallee und einen Fußweg von ca. 800 Metern (über Ederstraße) oder mit dem Bus der Linie 171 – Haltestelle Treptower Brücke (Fußweg ca. 350 Meter über Kiehlufer).

Darüber hinaus ist die BABB e.V. dankbar für Sachspenden, aber auch für personelle Unterstützung durch Ehrenamtliche. Besonders benötigt werden haltbare Lebensmittel und Drogerieartikel. Bei Fragen können Sie sich gern an die 030/63225178 oder 0152/01873213 wenden.

Daneben gibt es in Neukölln auch noch Kältecafés, die an einzelnen Tagen der Woche geöffnet sind. Die Adressen und Termine (für alle Bezirke) finden sich unter:
www.kaeltehilfe-berlin.de

Quelle: Bezirksamt Neukölln

Jamaika ist gescheitert, wie geht es nun weiter?

Nach intensiver Debatte folgte der SPD-Parteitag am Wochenende mit großer Mehrheit der Empfehlung von Parteichef Martin Schulz für ergebnisoffene Gespräche mit CDU/CSU über eine Regierungsbildung. Die rund 600 Delegierten votierten am Donnerstagabend klar für Gespräche, die zu einer großen Koalition, einer Minderheitsregierung oder zu Neuwahlen führen könnten.

Zuvor hatte SPD-Chef Martin Schulz für Gespräche mit CDU und CSU geworben – ohne jedwede Vorfestlegung. „Wir müssen nicht um jeden Preis regieren. Aber wir dürfen auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen“, sagte er in seiner Rede. Über die Ergebnisse der Sondierungsgespräche wird im Januar ein Sonderparteitag abstimmen. Ein möglicher Koalitionsvertrag würde am Ende der Verhandlungen dann allen 440.000 Mitgliedern zur Abstimmung per Brief vorgelegt werden. Sie sehen, in der SPD haben die Mitglieder das letzte Wort. Ich persönlich werde diese schwierige Entscheidung auf der Basis dessen treffen, was die SPD inhaltlich durchsetzen kann.