Bund unterstützt „Berlin Global Village“ bei der Errichtung eines dekolonialen Denkzeichens mit 750.000 Euro

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute beschlossen, dass das Berliner Eine-Welt-Zentrum „Berlin Global Village750.000 Euro aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für die Errichtung eines „dekolonialen Denkzeichens“ am Standort auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei im Neuköllner Rollbergviertel erhält. Das Projekt hat in den Jahren 2021 und 2022 einen Gesamt-Finanzierungsbedarf von 1,5 Millionen Euro. Berlin Global Village muss demnach Mittel in gleicher Höhe beisteuern.

„Berlin Global Village“ ist der Name für das in Neukölln entstehende Eine-Welt-Zentrum. Es wird ein nachhaltiger und inklusiver Ort, von dem Impulse für eine nachhaltige und global gerechte Gesellschaft ausgehen sollen. Zwischen oder vor dem Gebäude soll als Kunst am Bau ein Denkzeichen entstehen, das sich mit dem Kolonialismus als einer wesentlichen Grundlage des Nord-Süd-Verhältnisses künstlerisch und mit einer dekolonialen Perspektive auseinandersetzt. Der vorgesehene Standort für das Denkzeichen ist ganztägig öffentlich zugänglich und gut sichtbar vom davor liegenden Stadtplatz aus.

Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, der sich intensiv für die Förderung des dekolonialen Denkzeichens eingesetzt hat, freut sich über den Erfolg: „Berlin ist Deutschlands größte Einwanderungsstadt und eine internationale Metropole. Die Arbeit des Eine-Welt-Zentrums ist damit von nationaler Bedeutung. Es ist daher folgerichtig, dass sich auch der Bund in Neukölln dafür engagiert, dass Berlin Global Village ein Leuchtturm für die Befassung mit dem deutschen Kolonialismus wird.“

Eine Wahlkreiswoche in Zeiten von Corona

Vergangene Woche war wieder eine Wahlkreiswoche. Normalerweise bedeutet das viele Gespräche mit Neuköllnerinnen und Neuköllnern, Besuche bei Projekten und Unternehmen und persönliche Unterhaltungen mit Bürgerinnen und Bürgern in meiner Sprechstunde. Leider konnten letzte Woche aufgrund der Corona-Lage viele Termine nicht persönlich vor Ort stattfinden, dafür aber telefonisch oder per Videokonferenz. So habe ich mich mit der Teamleiterin des Nachbarschaftsprojekts BENN-Buckow über aktuelle Fortschritte und Probleme des Projekts ausgetauscht. BENN-Buckow leistet hervorragende Arbeit, um die Nachbarschaft in Buckow zu vernetzen. Durch gemeinsame Aktionen, Projekte und Arbeitsgruppen, wie die „AG für ein schönes Buckow“, entsteht ein Gespräch zwischen Buckowerinnen und Buckowern, die sonst keinen Kontakt zueinander haben. Wenn Sie in Buckow wohnen und etwas für Ihre oder mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn machen möchten, gucken Sie einfach mal im Büro von BENN-Buckow vorbei (Christoph-Ruden-Straße 5, 12349).

Eine weitere Videokonferenz hatte ich mit Verantwortlichen der AWO Berlin-Südost, der IHK Berlin und den zentralen Akturen des Bildungsprojekts Brückenbauer. Das Projekt fand an der Neuköllner Helmholtz-Schule von 2015 bis 2020 statt. Ziel war die Entwicklung eines tragfähigen Steuerungssystems für den Übergang von der Schule in den Beruf. An der Helmholtz Schule wurden ab der 7. Jahrgangsstufe persönliche Begleitung und individuelles Coaching für berufliche Orientierung angeboten mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler adäquat in die betriebliche Ausbildung zu vermitteln. Das Projekt wurde von der IHK Berlin finanziert und von der AWO Berlin Südost begleitet. Alle Beteiligten haben eine positive Bilanz gezogen. Weitere Informationen zu dem Projekt Brückenbauer gibt es hier: https://www.awo-südost.de/uploads/images/Jugend/Brückenbauer/Abschluss/AWO_Brueckenbauer_Handbuch_web_1.pdf

Zum Abschluss der Woche konnte ich noch die Helle Tierarche in Hellersdorf besuchen. Die Helle Tierarche hält und züchtet dort Tiere fort, die vor dem Aussterben bedroht sind. Jeder kann den Hof kostenlos betreten und sich dort die Tiere ansehen. Geleitet wird dieses Projekt von Reiner Waldukat, der in Neukölln einen weiteren Hof für Tiere, die unter Artenschutz stehen, führt und Gemüse für die Neuköllner Suppenküche anbaut.

Bund unterstützt Modellprojekt „Klimaresiliente Hasenheide“ des Bezirks Neukölln mit 4,95 Millionen Euro

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute nach fachlicher Prüfung des BMI beschlossen, dass der Bezirk Neukölln im Rahmen eines Förderprogramms zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen 4.950.000 Euro für das Modellprojekt „Klimaresiliente Hasenheide“ erhält.

Die Förderung von Parks und Grünanlagen soll nach Konzeption des BMI auf vegetabile, bauliche und insektenfördernde Investitionen sowie notwendige vorbereitende, begleitende und wissenschaftliche Maßnahmen abzielen. Der Bezirk Neukölln hat in seinem Antrag dargelegt, mit dem Fördergeld einen langfristigen Umbau des Baumbestandes zur Anpassung an Klimaveränderungen sowie eine klimaangepasste Zonierung der Offen- und Aufenthaltsflächen vorzunehmen. Der Mitfinanzierungsanteil des Bezirks für das Modellprojekt beträgt mindestens 10% plus Planungskosten.

Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, der sich intensiv für die Förderung des Modellprojekts in der Hasenheide durch den Bundestag eingesetzt hat, freut sich über den Erfolg: „Das Investitionsprogramm wurde auf Druck der SPD-Bundestagsfraktion im Energie- und Klimafonds aufgenommen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist uns allen der Wert unserer Park- und Grünflächen noch bewusster geworden. Ich freue mich sehr, dass nun in der Neuköllner Hasenheide mit Bundesförderung erprobt wird, wie wir unser Grün widerstandsfähig sichern und entwickeln können.“

Kunst und Kekse – Für junge Erwachsene

Am 11. November 2020 war ich zu Besuch bei „Kunst und Kekse“ in Neukölln. Kunst und Kekse ist ein Projekt der Allgemeine Jugendberatung e. V. und unterstützt junge Menschen im Alter von 18-27 Jahren mit psychischen Beeinträchtigungen. Den Trägern des Projekts liegt es am Herzen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Mithilfe eines geregelten Tagesablaufs und einem erleichterten Übergang, beispielsweise von der Ausbildung hin zum Berufseinstieg, wollen Jochen Wellmann und Christina Koob junge Menschen unterstützen und ihnen zeitgleich ein soziales Umfeld bieten.

Weihnachtspäckchen für Kinder in Not

Neuköllner Bundestagsabgeordneter sammelt für Aktion der Stiftung Kinderzukunft

Die Stiftung Kinderzukunft ruft in diesem Jahr bereits zum 25. Mal dazu auf, Weihnachtspäckchen für Kinder in Not zu packen. Diese werden von der Stiftung nach Bosnien und Herzegowina, Rumänien sowie in die Ukraine gebracht und dort an Mädchen und Jungen in Waisenhäusern, Kliniken, Schulen und Kindergärten, aber auch in Elendsvierteln der Städte und Dörfer verteilt. Schirmherrin der Aktion ist Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Mein Besuch beim THW Neukölln – Für sie ist es Ehrensache, sich für Menschen in Not einzusetzen!

Das THW hat einen großen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet. Gerade auch hier bei uns im Bezirk war und ist die Arbeit des Neuköllner Ortsverbandes unerlässlich. 

Dieses grandiose Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hat seit Beginn der Corona-Pandemie beim Aufbau und Umzug der Corona-Abstrichzentren geholfen, Desinfektionsmittel an verschiedenen Schulen verteilt und Care-Pakete für Quarantäne-Haushalte vorbereitet. Dieser Einsatz verdient Anerkennung! Deshalb habe ich am 15. Oktober das THW Neukölln besucht und mich bedankt.

Stolpersteine: Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus sichtbar halten

Kleine zehn mal zehn Zentimeter große Messingsteine erinnern an die Menschen, die im Dritten Reich von den Nationalsozialisten deportiert, ermordet oder ins Exil gebracht worden sind. Jeder Stein gedenkt an einen verstorbenen Menschen und wird an dem letzten Wohnort eingelassen. Auf jedem Stein ist der Name, das Geburtsdatum, das Datum der Deportation und, wenn bekannt, der Todestag eingraviert. Die Stolpersteine werden bündig in den Bürgersteig eingelassen. Hierdurch besteht keine tastsächliche Gefahr zu stolpern. Der Künstler Demnig möchte durch die Stolpersteine die Menschen zum Nachdenken und Erinnern anregen.

Aufgrund der Struktur verfärben sich die Steine jedoch mit der Zeit. Daher müssen sie von Freiwilligen regelmäßig gepflegt und gesäubert werden. Erst durch das Engagement von vielen Aktiven ist es überhaupt möglich, dass die Stolpersteine viele Jahre die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger auf sich ziehen. Gemeinsam mit dem Verein MORUS 14 aus Neukölln habe ich am 11.09.2020 Stolpersteine in Neukölln gereinigt.

Gemeinsam können wir es schaffen: Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative „U7 bis zum BER“

„Ein Hauptstadtflughafen braucht eine Hauptstadtanbindung. Ohne Wenn und Aber.“

Unter dieser Maxime setzt sich die SPD Neukölln schon lange für eine Verlängerung der U7 bis zum Flughafen BER ein. Am 10. August fand deshalb eine Pressekonferenz durch die Bürgerinitiative „Neukölln in Bewegung – Für eine Verlängerung der U7 bis zum Flughafen BER“ statt, an der ich gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel teilgenommen und mit den Initiatorinnen und Initiatoren Mirjam Blumenthal, Peter Scharmberg, Renate Humernik und vielen weiteren genau dieses Vorhaben besprochen habe. Ziel ist die Verlängerung der U-Bahnlinie U7 zum Lieselotte-Berger-Platz im Frauenviertel und weiter am S-Bahnhof Schönefeld.

Die Notwendigkeit eines solchen Ausbaus wurde dabei klarer denn je: Sobald der Flughafen BER „Willy Brandt“ im Oktober 2020 neu eröffnet wird, wird es unausweichlich zu einer erheblichen Verkehrsbelastung kommen. Denn die BVG rechnet mit 38.000 Fahrgästen pro Tag, die diese Strecke passieren werden. Nicht nur an der Rudower Spinne, der Knotenpunkt des U-Bahnhof Rudow, würde es zu einem massiven Stau kommen, der eine Dauerbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner des Ortes darstellt. Selbst durch eine erhöhte Busfrequenz oder der Ausweitung neuer Buslinien würde es zu einer Verlagerung des Verkehrschaos auf naheliegenden Autobahnen kommen, wie es explizit für die Autobahnstrecke A100 vermutet wird.

Eine Verbesserung der Verkehrslage muss her – sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner, Pendlerinnen und Pendler und auch die zahlreichen Fluggäste, die durch die Inbetriebnahme des BER erwartet werden.  Doch welche Vorteile bringt die Verlängerung der U7 bis zum BER konkret?

Rundgang auf der Karl-Marx-Straße

Am Freitag war ich auf der Karl-Marx-Straße unterwegs, um mit den dort ansässigen Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch zu kommen. Auf der Karl-Marx-Straße konnte ich mir ein Bild machen, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Geschäfte hat. Viele haben mir von ihren Sorgen berichtet. Es waren spannende Gespräche mit starken Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen. Insbesondere in für die Gastronomie ist die Coronakrise schwierig. Andere kamen durch die staatlichen Hilfen gut über die Runden. Nun hoffen sie, dass die Menschen jetzt wieder vermehrt lokal kaufen, statt online zu bestellen. Für viele ist auch die Baustelle auf der Karl-Marx-Str. eine große Belastung. Zusätzliche Probleme bekamen einige Ladeninhaber durch die Zerstörungen und Randale von vergangener Woche.

Keine erneute Kandidatur für den Deutschen Bundestag

In der Demokratie ist Politik Bürgerpflicht. Zugleich lebt die Demokratie vom Wandel und davon, dass Mandate auf Zeit vergeben werden. Nach fast zwanzig Jahren als Abgeordneter habe ich mich jetzt entschieden, mich im kommenden Jahr nicht noch einmal um das Neuköllner Mandat zu bewerben. Das ist – noch – kein Abschied: Bis der 20. Bundestag zusammentritt, bin ich für Sie und mit Ihnen, hier in Neukölln und in Mitte, an meinem Platz. Ich freue mich auf die knapp anderthalb Jahre, die ich als Neuköllner Abgeordneter noch vor mir habe, damit wir gemeinsam die Themen voranbringen, die für uns wichtig sind!

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