30 Jahre Mauerfall

Anlässlich 30 Jahre Mauerfall habe ich heute mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der SPD Rudow und weiteren Rudowerinnen und Rudower den Mauertoten gedacht. Das Mauerkreuz am Neudeckerweg erinnert an die DDR-Bürger Dieter Berger († 1963) und Lutz Schmidt († 1987), die an der Grenze zwischen Treptow und Neukölln erschossen wurden.

An den 9. November 1989 kann ich mich, wie fast alle, die ihn bewusst erlebt haben, sehr gut erinnern. Es war ein Donnerstag. Ich saß an meinem Schreibtisch im ersten Stock in der Leinestr. 55 (Hinterhaus, mit Blick auf den damaligen Thomasfriedhof) und bereitete mich auf meine nächsten Seminare als Erstsemester an der FU vor. Auf einem Hocker zu meiner Linken stand ein kleiner tragbarer Schwarzweißfernseher mit Antennenempfang, auf dem die ganze Zeit nebenher DDR 1 oder 2 mit Liveberichten vom politischen Geschehen in Ostberlin lief. So saß ich gleichsam direkt daneben, als Peter Brinkmann Schabowski die berühmte Frage stellte, die der mit „sofort, unverzüglich“ beantwortete. Weil seit ein paar Tagen die ungehinderte Ausreise über die Tschechoslowakei möglich war, hatte ich so etwas schon erwartet und dachte deshalb nur ziemlich abgeklärt: „Na also, dann geht’s ja jetzt los!“ Ich könnte mich immer noch ohrfeigen, dass ich in meiner jugendlichen Arroganz nicht sofort in die U8 gesprungen bin, um zum Bahnhof Friedrichstraße aufzubrechen. Emotional hat mich die eigentliche Bedeutung des Augenblicks erst erreicht, als zwei Stunden später mein Vater aus Dithmarschen anrief und ich die Tränen der Rührung in seiner Stimme hören konnte. Ein in jeder Hinsicht unvergesslicher Abend.
Schön, dass der Rudower Heimatverein den Anlass mit einer liebevoll gestalteten Ausstellung würdigt, die heute eröffnet wurde. Hier in Rudow wurde der erste Schritt zum Vollzug der Wiedervereinigung unserer Stadt, unseres Landes und Europas getan: Denn der erste Schlagbaum hob sich am 9. November an der Waltersdorfer Chaussee, nicht an der Friedrichstraße und auch nicht an der Bornholmer Straße.

Weihnachtspäckchen für Kinder in Not

Vom 28. Oktober bis zum 28. November 2019 stelle ich in diesem Jahr mein Bürgerbüro als Sammelstelle für die Aktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ der Stiftung Kinderzukunft zur Verfügung. Ich hoffe, dass sich die Neuköllnerinnen und Neuköllner mit großzügigen Spenden an der Aktion beteiligen werden. Denn in vielen Familien in den armen Regionen Osteuropas reicht das Geld gerade dafür aus, den täglichen Bedarf abzudecken. Für das kleine Extra, für Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder, genügt es nicht.  Mir macht es große Freude, diesen Kindern mit einem Päckchen die Weihnachtszeit zu verschönern. Machen Sie mit und unterstützen die Stiftung Kinderzukunft mit einem selbst gepackten Päckchen oder mit einer Geldspende!

Wer mitmachen möchte, füllt einfach einen Schuhkarton mit Süßigkeiten und Gebäck, Spielsachen, Hygieneartikeln, Schreib-, Mal- und Bastelutensilien oder neuer Kleidung für Kinder und Jugendliche und verpackt ihn anschließend mit Geschenkpapier zu einem Weihnachtspäckchen. Hilfreich ist es, außen zu markieren, ob der Inhalt eher für Jungen oder Mädchen gedacht ist.

Die Päckchen können Dienstag-Freitag zwischen 9:00 und 15:00 Uhr, mittwochs auch bis 18:00 Uhr im Bürgerbüro am Lipschitzplatz (Lipschitzallee 70, 12353 Berlin) abgegeben werden.
Weitere Informationen erhalten Sie vor Ort im Bürgerbüro, unter der Telefonnummer 030-568 21 111 oder unter www.kinderzukunft.de 

Das Gute-KiTa-Gesetz kommt in Berlin an!

Mit dem Gute-KiTa-Gesetz unterstützt der Bund die Länder bei der Verbesserung der Kindertagesbetreuung und der Kindertagespflege. Berlin erhält bis Ende 2022 insgesamt 239 Mio. Euro. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres haben heute die entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet. Da die Kita in Berlin bereits gebührenfrei ist, kann sich Berlin mit der Unterstützung des Bundes voll auf die Verbesserung der Qualität konzentrieren.
Besonders freue ich mich darüber, dass Erzieherinnen und Erzieher in Brennpuntklagen wie Teilen Neuköllns in Zukunft eine „Brennpunktzulage“ erhalten. In Neukölln hilft uns eine höhere Attraktivität des Berufs. Kinder und Familien unterstützen wir am besten und am gerechtesten durch erstklassige Kitas und Schulen. Und die Kinder in den härtesten Kiezen, in den Brennpunktquartieren, brauchen die besten Kitas und Schulen.

Mit dem Gute-KiTa-Gesetz (Kita-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz – KiQuTG) stellt der Bund den Ländern bis Ende 2022 insgesamt 5,5 Mrd. Euro zur Verfügung. Das Gesetz ist zum 1.1.2019 in Kraft getreten. Die Mittelfreigabe erfolgt, wenn alle 16 Bundesländer mit dem Bund Vereinbarungen über ihre Maßnahmen abgeschlossen haben. Dies wird voraussichtlich im November 2019 der Fall sein. Die ersten Maßnahmen können rückwirkend zum Jahresbeginn 2019 finanziert werden. Die 239 Mio. Euro für Berlin verteilen sich wie folgt:
im Jahr 2019: 21,56 Mio. Euro; 2020: 43,43 Mio. Euro; 2021: 87,16 Mio. Euro; 2022: 87,16 Mio. Euro.

Berlin hat mit dem Bund folgende Maßnahmen vereinbart:

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für soziales Engagement an Gabriele Heinemann (MaDonna Mädchenkultur)

Am 24. September hatte ich die Ehre, bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für soziales Engagement an Gabriele Heinemann, vertreten durch ihre Kollegin Sevil Yildirim, dabei sein zu dürfen. Heinemann setzt sich mit dem Neuköllner Verein MaDonna Mädchenkult.Ur eV für Mädchen und junge Frauen ein.

Mit ihrer außergewöhnlichen Standfestigkeit sowie ihrem kreativen und leidenschaftlichen Engagement leistet Gabriele Heinemann auch gegenüber gewachsenen patriarchalen Haltungen und Anfeindungen einen elementaren Beitrag zur Emanzipation von Mädchen und Frauen und zur Integration in Berlin. Heinemann ist Vorbild und steht stellvertretend für viele Frauen in Deutschland, die gegen häusliche und familiäre Gewalt sowie Gewalt im Kiez kämpfen. Meinen herzlichen Glückwunsch!

Besuch bei den Nachbarschaftslotsen in der Gropiusstadt

Vom 13. – 22. September fand in diesem Jahr zum 15. Mal die bundesweite „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ statt. In dieser Zeit habe ich das Projekt „Nachbarschaftslotsen Gropiusstadt“ besucht und das tolle Engagement der ehrenamtlichen Lotsinnen und Lotsen kennengelernt. Sie stehen den Gropiusstädterinnen und Gropiustsstädtern bei alltäglichen Sorgen und Herausforderungen zur Seite. Sie sind gut vernetzt und kennen für nahezu alle Probleme die richtigen Anlaufstellen im Kiez.

Ein großartiges Projekt, das den nachbarschaftlichen Austausch voranbringt und die Lebensqualität der Gropiusstadt steigert!

BVG plant mit Bus durch Alt-Rudow ab Sommer 2020

Der 171er ist ein Evergreen in meiner Bürgersprechstunde. Mit mehreren Schreiben an die zuständige Senatsverwaltung habe ich die AG Rudow e.V. in ihrem Bestreben unterstützt, den Bus in Alt-Rudow zu erhalten. Wie die BVG nun mitteilt, wird durch Alt-Rudow ab dem kommenden Sommer wieder eine Buslinie fahren. Die BVG arbeitet im Zuge der Eröffnung des BER am Busnetz für Rudow und die Umlandgemeinden. Die BVG hat bestätigt, dass sie das Anliegen der AG Rudow und der Rudowerinnen und Rudower in den Planungen zur Änderung des Busnetzes ab den Sommerferien 2020 berücksichtigen wird. Jetzt freue ich mich über das positive Signal der BVG, dass es wieder eine anständige Busverbindung durch den Ortskern geben soll. Ich werde die Planungen weiter genau verfolgen.

Bürgerbürofest am Lipschitzplatz

Mein Bürgerbürofest am 23. August 2019 hatte auch in diesem Jahr wieder riesigen Zulauf . Bei bestem Sommerwetter, leckerem Essen, kühlen Getränken und begleitet von toller Musik gab es reichlich Gelegenheit für gute Gespräche, während sich die Kinder auf unserer Hüpfburg austoben konnten und fleißig das Glücksrad drehten. Ich habe mich sehr gefreut, so viele Gäste aus Neukölln begrüßen zu dürfen! Mit dabei waren auch unser Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Bezirksstadträtin Karin Korte.

Vielen Dank an die Musikerinnen und Musiker von ImPULS e.V. für das großartige Musikprogramm, an das Türkisch-Deutsche Zentrum für den tollen Grillstand, an Curry Paule für die leckeren Bratwürste, an die Vorwärts Liederfreunde für den kräftigen Gesang und an die SPD Gropiusstadt für ihre tatkräftige Unterstützung. Ohne Sie und ohne euch wäre es nicht halb so schön geworden! Hier gibt es viele Bilder vom Fest:

Politischer Grillabend

Einmal im Jahr laden mich die Neuköllner Kleingärtner zu einem Politischen Grillabend ein. Und so habe ich am 16. August bei gutem Rollberger Bier und leckeren Grillwürstchen mit den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern der Kolonie „Stolz von Rixdorf“ zusammengesessen und über aktuelle politische Themen diskutiert. Von der Bundeswehr über die Grundrente bis hin zum Bundeskleingartengesetz war alles dabei. Vielen Dank für den spannenden Austausch, im nächsten Jahr komme ich sehr gern wieder!

Festival Offenes Neukölln 2019

Anlässlich des Festivals Offenes Neukölln 2019 kamen am 24. Mai 2019 viele interessierte Neuköllnerinnen und Neuköllner zu meiner offenen Bürgersprechstunde. Kinder brachten auf Einladung der SPD Gropiusstadt ihre Sicht auf Europa in bunten Bildern zu Papier. Und auf dem Lipschitzplatz vor der Tür meines Bürgerbüros war ebenfalls viel los. Dort stellten sich Gropiusstädter Vereine und Initiativen beim jährlichen Nachbarschaftsfest vor. Vielen Dank für viele tolle Gespräche und Anregungen!
Anschließend ging es für mich noch nach Nord-Neukölln, wo Nicola Böcker-Giannini die Eröffnung ihres neuen Wahlkreisbüros feierte. Alles Gute für eure Arbeit vor Ort!

Ein Jahr in die USA!

Mach mit beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2020/2021

Die 15-jährige Vivien Wetzel aus Neukölln macht es vor: Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige können sich beim Deutschen Bundestag für ein Austauschjahr in den USA bewerben. Gleichzeitig werden Neuköllner Gasteltern für PPP-Stipendiaten aus den Vereinigten Staaten gesucht.

Bewerbungsschluss: 13. September 2019

Die Schülerinnen und Schüler besuchen eine High School, die Berufstätigen gehen auf das College und machen anschließend ein Praktikum. Wichtige Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland. Schülerinnen und Schüler müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (Stichtag: 31. Juli) mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein, Berufstätige müssen zum Zeitpunkt der Ausreise ihre Ausbildung abgeschlossen haben und dürfen höchstens 24 Jahre alt sein. Das Stipendium umfasst die Reise- und Programmkosten sowie die Versicherungskosten. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten leben in Gastfamilien.

Informationen, alle Bewerbungsunterlagen und die Möglichkeit einer Online-Bewerbung findet ihr unter: www.bundestag.de/ppp