Stolpersteinverlegung für Dr. Bruno Altmann

Am 26. November 2018 habe ich in der Dörchläuchtingstraße in Britz an der Stolpersteinlegung zur Würdigung des deutsch-jüdischen Schriftstellers Dr. Bruno Altmann teilgenommen. Als Neuköllner und SPD-Mitglied publizierte er viele kritische Schriften gegen das NS-Regime, bevor er aus Deutschland fliehen musste. Der Stein wurde von Mitgliedern des Anton-Schmaus-Hauses Neukölln (SJD-Die Falken) und Schülerinnen des Geschichtsleistungskurses des Albert-Einstein-Gymnasiums initiiert. Auch die Gedenkfeier wurde von den Jugendlichen gestaltet. Es war sehr schön zu sehen, wie diese jungen Leute das historische Gedächtnis aktiv am Leben erhalten.

Altmann, Jahrgang 1878, war Mitglied der SPD und verfasste auch Beiträge für die Parteizeitung „Vorwärts“. Sein mit Paul Kampffmeyer veröffentlichtes Buch „Vor dem Sozialistengesetz“ wurde von den Nazis auf die Liste verbotener Schriften gesetzt. 1934 emigrierte Altmann unter Schwierigkeiten in die Tschechoslowakei, 1936 nach Frankreich. Im Exil schrieb Altmann weiterhin für NS-kritische Medien. Die Aufträge genügten aber nicht, um für sein Auskommen zu sorgen und existenzieller Not und Verfolgung zu entkommen. Er wurde im Internierungslager Gurs festgesetzt, von wo er ins Sammellager Drancy gebracht wurde. Am 4.3.1943 folgte die Deportation nach Majdanek.

Umstände und Datum seines Todes bleiben unbekannt.

Gute Kitas für Neukölln

Damit es jedes Kind packt: Gemeinsam mit den meinem Kollegen Klaus Mindrup aus Pankow hatte ich am 15. November 2018 zu einer Podiumsdiskussion zum „Gute-Kita-Gesetz“ eingeladen:

5,5 Milliarden Euro wird der Bund den Ländern in den kommenden vier Jahren zur Verfügung stellen, um die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern und den Abbau von Kita-Gebühren voranzubringen. Möglich wird dies durch das Gute-Kita-Gesetz, das Bundesministerin Dr. Franziska Giffey am 15. November den über 100 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellte. Es soll am 1. Januar 2019 in Kraft treten und den Bundesländern Investitionen in 10 mögliche Handlungsfelder erlauben. Vorgesehen ist, dass die Länder in Verträgen mit dem Bund festlegen, wie das Geld verwendet wird: Ob für mehr Erzieherinnen und kleinere Gruppen, für den Ausbau kindgerechter Räume oder zum Beispiel für Projekte der Sprachförderung.

Was in Neukölln gebraucht wird, um eine hohe Qualität der Betreuung zu gewährleisten, beschrieb Micaela Daschek, die als Geschäftsführerin und fachliche Leitung des Kreisverbands Südost der AWO Berlin die Situation vor Ort bestens kennt. Sie stellte fest: In Berlin fehlt es vor allem an genügend Fachpersonal. Kitaplätze gibt es eigentlich ausreichend. Doch leider können diese Kapazitäten aus Personalmangel nicht alle genutzt werden. Um jedoch mehr Menschen für die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher begeistern zu können, muss der Beruf attraktiver werden. „Die Aufwertung sozialer Berufe ist die Schlüsselaufgabe für das 21. Jahrhundert“, stellte Franziska Giffey fest.

Unterwegs beim Vorlesetag 2018 in Neukölln

Vorlesen macht Spaß: Denen, die zuhören, genau wie denen, die vorlesen. Immer am dritten Freitag im November kommen alle zusammen zum Bundesweiten Vorlesetag. Auch ich habe mich diesem Jahr wieder sehr gern als Vorleser beteiligt. Zum Jahresmotto „Natur und Umwelt“ habe ich morgens in der Hans-Fallada-Schule aus dem Buch „Die Nussknackerbande“ von Lynne Rae Perkins vorgelesen. Eine kurzweilige Geschichte für Grundschüler! Danach ging es weiter in die Kita „Lernen und Lachen“. Dort lauschten die Kinder gespannt der Geschichte „Wo der Mond wohnt“ von Ivan Gantschev. Vom herrlich silbern glänzenden Mond im toll illustrierten Bilderbuch waren die Kinder dort besonders begeistert. Denn darin konnten sie sich sogar spiegeln!

Veranstaltung mit Franziska Giffey: Das Gute-Kita-Gesetz am 15.11.2018 um 19:00 Uhr

Diskussionsveranstaltung mit Bundesministerin Dr. Franziska Giffey

Donnerstag, 15.11.2018, 19:00 Uhr, Aula der Otto-Hahn-Schule, Berlin-Neukölln
Buschkrugallee 63, 12359 Neukölln

Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu und sein Kollege Klaus Mindrup, Bundestagsabgeordneter für Berlin-Pankow, laden herzlich ein zur Diskussion mit Bundesministerin Dr. Franziska Giffey und Micaela Daschek vom Kreisverband Südost der AWO Berlin.

Was können wir tun, um Familien zu fördern und allen Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen?

Am 18. Oktober 2018 wird der Entwurf für das Gute-Kita-Gesetz im Deutschen Bundestag in erster Lesung beraten. 5,5 Milliarden Euro will der Bund in den kommenden vier Jahren zur Verfügung stellen, um die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern und den Abbau von Kita-Gebühren voranzubringen.

Äpfel, Birnen und Salat: Praxistag bei Edeka

Am 2. Oktober 2018 habe ich auf Einladung des Filialleiters von Edeka Alt-Rudow einen Tag lang mit angepackt. Nach kurzer  Einführung wurde mir auch gleich meine erste Aufgabe zugewiesen:  Das Ordnen und Aufstocken von Obst und Gemüse. Zuerst habe ich alle Lücken im Sortiment festgestellt und sorgfältig notiert. Im Lager wurde mir die Organisation der Lebensmittel erklärt, so dass ich meinen Wagen mit dem jeweils aufzustockenden Obst und Gemüse beladen konnte. Muskelkraft , eine positive Einstellung und das nötige Fachwissen sind hier unverzichtbar. – Zum Glück haben mich die Kolleginnen und Kollegen sehr gut eingewiesen!

Zu Wasser und zu Land: Der THW Ortsverband Neukölln im zivilen Katastrophenschutz

Der THW Ortsverband Neukölln leistet einen wichtigen Beitrag zum zivilen Katastrophenschutz hier in Berlin. Letzte Woche konnte ich gemeinsam mit dem neuen THW-Landesbeauftragten Sebastian Gold den jüngst durch den EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, ausgezeichneten Ortsverband besuchen. Unseren gemeinsamen Termin hatten wir bereits zum Frühjahr beim Parlamentarischen Frühstück des THW vereinbaren können. Für Sebastian Gold war es der erste Besuch nach seinem Amtsantritt bei uns in Neukölln.

Bei unserem Austausch klärte uns der Ortsbeauftragte Brookert Burri über die aktuellen Aufgaben des THW auf. Besondere Beachtung fanden die aktuellen Baupläne des Ortsverbandes. Durch seine große Beliebtheit er mehr Platz für seine Helferinnen und Helfer. Pünktlich zum Dienstbeginn konnte ich ein Grußwort und meinen Dank an die Neuköllnerinnen und Neuköllner aussprechen.

Ein bunter Samstag in Neukölln

Das war ein ereignisreiches Septemberwochenende mit vielen tollen Terminen! Ich war beim bunten Prozessionsumzug des hinduistischen Tempels in der Blaschkoallee. Um die Umgebung des Tempels zu segnen und von bösen Geistern zu befreien, fand zu Ehren des Gottes Murugan ein kleiner Straßenumzug statt. Im Anschluss habe ich bei der Veranstaltung „Neukölln Open – Festival für Demokratie und Vielfalt“ vorbeigeschaut. Der Leiter des Museum Neukölln Dr. Udo Gößwald und die Neuköllner Kulturstadträtin Karin Korte eröffneten die Veranstaltung mit klaren Worten gegen Rassismus.

Danach rollten die Strohballen! Das Rixdorfer Strohballenrollen auf dem Richardplatz ist eine tolle Neuköllner Tradition und jedes Jahr eine große Gaudi. Ahoi!

Und am Abend habe ich die Kleingartenkolonie Friedland II e. V. besucht, um in gemütlicher Atmosphäre den Kleingärtnern über das politische Geschehen zu diskutieren. Ein leckerer Grillabend, der inzwischen zur Tradition geworden ist.

Verstand statt Verstetigung! Das Quartiersmanagement Gropiusstadt muss bleiben!

„Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat unter Führung von Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) entschieden, die Arbeit des Quartiersmanagements (QM) Gropiusstadt bis zum Jahre 2020 zu beenden.

Das QM Gropiusstadt leistet seit 2005 unerlässlich wichtige Arbeit für die Gropiusstadt. Gerade in den Bereichen der Stärkung der Elternarbeit, der interkulturellen Arbeit, der Bildungsstandorte in der Gropiusstadt wie dem Campus Efeuweg, der Jugendarbeit, des Netzwerkes Gropiusstadt uvm. halten wir die Arbeit des QMs für unverzichtbar.

Senatorin Lompscher ist offensichtlich nicht der Meinung, dass die vielen Initiativen, ehrenamtlich Engagierten, Vereine und Netzwerke des QMs in Zukunft noch Verbesserungen herbeiführen können. Mit dieser Schlussfolgerung wird nicht nur die lange und wichtige Arbeit des QMs mit Füßen getreten, sondern eine falsche Entscheidung für eine soziale, lebenswerte und vielfältige Gropiusstadt getroffen.

Die Entscheidung der Verstetigung des QM Gropiusstadt wird in keiner Weise durch die aktuellen Sozialdaten für das QM-Gebiet bestätigt. Insbesondere der hohe Anteil an Familien und Kindern in Armut im QM-Gebiet ist alarmierend und macht die Entscheidung von Senatorin Lompscher noch weniger nachvollziehbar. Offenbar wurden die Sozialdaten der Gropiusstadt nicht oder nicht genügend beachtet und abgewogen.

Kostenlose Schultüten für die Kleinsten aus dem Schillerkiez

Der allererste Schultag ist für alle ein ganz besonders aufregender Tag im Leben. Die Vorfreude auf die neuen Erfahrungen und Freundschaften sind riesig. Doch die Freude verfliegt schnell, wenn man ohne Schultüte, Hefter und Stifte in die erste Klasse startet. Schulmaterialien sind immens teuer und für manche Eltern mit kleinem Geldbeutel nicht bezahlbar. Der Verein „Wunschbäumchen Berlin – Gemeinsam etwas bewegen e.V.“ hilft und versorgt die Kinder mit voll bepackten Schultüten, die keine Wünsche offenlassen. Im Nachbarschaftstreff im Schillerkiez verteilte der Verein am letzten Ferientag zum fünften Mal Hefte, Stifte, Tuschkästen, Turnbeutel, Brotdosen und noch vieles mehr kostenlos an circa 80 Kinder aus Neukölln. Gemeinsam mit dem Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel habe ich die großartige Verteilaktion am 19. August besucht.