Rede zur Förderung von Familien und Kindern

In dieser Woche haben wir im Plenum über verschiedene Anträge der Grünen zum Thema Familienpolitik debattiert. Unter anderem den Antrag Geld, Zeit, Bildung und Teilhabe – Familien gezielt unterstützen.

„Kinder und Familien fördern wir am wirksamsten und am gerechtesten durch erstklassige Kitas und Schulen. Und die Kinder in den härtesten Kiezen, in den Brennpunktquartieren, brauchen die besten Kitas und Schulen“.

Rede zum Gesetzentwurf zum Verbot von Minderjährigenehen

Am 28. April 2017 wurde im Deutschen Bundestag über den Gesetzentwurf der SPD und CDU/CSU zur „Bekämpfung von Kinderehen“ debattiert.

„Es geht bei der Ehe ab 18 nicht nur um Einwanderung. Es geht genauso um Jugendschutz und die Rechte von Mädchen und Frauen, die bei uns geboren und aufgewachsen sind.“

Girls’Day meets Wirtschaftsjunioren

Am Girls’Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen, um einen Einblick in vermeintlich typische Männerberufe zu gewähren. Auch ich habe gestern meine Tür geöffnet und zwei Schülerinnen einer neunten Klasse der Fritz-Karsen-Schule aus Neukölln in den Deutschen Bundestag eingeladen. Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen sprachen wir über das Berufsfeld Politik. Zusätzlich konnten die beiden Schülerinnen auch noch den Beruf eines Vertriebsmanagers kennenlernen. Der Vertriebsmanager Ihbo Ziegler arbeitet für die IT-Firma Oracle Deutschland in Potsdam und begleitete mich in meinem Bundestags-Alltag eine Woche lang als Wirtschaftsjunior. Auch für mich war diese Woche sehr

Rede zur Entlastung von Alleinerziehenden

Am 10. März 2017 wurde im Deutschen Bundestag über einen Antrag der Linken zum Thema „Alleinerziehende entlasten ‒ Umgangsmehrbedarf anerkennen“ debattiert.

„Wir müssen eine Lösung finden, indem wir vom Kindeswohl ausgehen. Das Kind braucht beide Eltern, und zwar möglichst ohne Streit und Ärger. Deshalb müssen wir den Regelsatz des Kindes dort lassen, wo es meistens lebt, also in der Regel bei der Mutter. Für die Zeiten, die es mit dem Vater verbringt, wollen wir einen nach Alter und Dauer stufenweise gestaffelten Umgangsmehrbedarf anerkennen.“

Zu Besuch in der Kepler-Schule gemeinsam mit Teach First

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer von Teach First Deutschland, Ulf Matysiak, habe ich gestern die Kepler-Schule Mitten im Herzen Neuköllns besucht. Dort sprach ich mit den Schülerinnen und Schülern einer zehnten Klasse und einem Fellow von Teach First über meine Arbeit im Bundestag und hier in Neukölln. Teach First fördert benachteiligte Kinder und Jugendliche durch eine Weggefährtin oder einen Weggefährten – einem Fellow – betreut und gefördert. Dieser Fellow hat für die Schülerinnen und Schüler eine wichtige Vorbildfunktion und unterstützt auch die Lehrenden an den Schulen. Die Schülerinnen und Schülern werden besonders in den Übergangsphasen von ihrem Fellow begleitet, zum Beispiel vor dem Mittleren Schulabschluss oder in der Willkommensklasse für Geflüchtete. Als gemeinnützige, spendenfinanzierte Organisationen hat sich Teach First das wichtige Ziel gesetzt, die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu verbessern. Ich bedanke mich für das großartige Engagement!

Mir ist besonders wichtig, dass gute Bildung gerade auch dort angeboten wird, wo Kinder und Jugendliche in schwierigen sozialen Milieus aufwachsen. Gerade in Berlin-Neukölln muss in erstklassige Bildungs- und Betreuungsangebote investiert werden, um den Heranwachsenden einen guten Start ins Leben zu bieten. Bildungsinitiativen wie Teach First tragen maßgeblich dazu bei, dass alle Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Chancen auf eine gute Ausbildung haben und ihre Fähigkeiten voll entfalten können.

14. bis 16. Mai 2014 Afghanistan Reiserückblick 2: Die Rückführung läuft

Beeindruckt hat die ganze Delegation des Verteidigungsausschusses, wie professionell die Bundeswehr die größte logistische Aufgabe ihrer Geschichte bewältigt. Ca. 80 Prozent des in Afghanistan eingesetzten Materials (vom Schraubenschlüssel bis zum Bergepanzer) müssen gegebenenfalls bis zum 31. Dezember wieder nach Deutschland gebracht werden. Der Rest wird vor Ort verkauft oder entsorgt. Dazu wird alles im Stützpunkt Camp Marmal bei Masar-e Scharif auf Vollständigkeit gesichtet, gereinigt und desinfiziert und dann größtenteils mit einem gecharterten Großraum-Flugzeug nach Trabzon (Trapezunt) an der türkischen Schwarzmeerküste gebracht.

14. bis 16. Mai 2014 Afghanistan Reiserückblick 1: Der Wiederaufbau braucht noch Unterstützung

Am Abend des 15. Mai hatte die Delegation aus dem Verteidigungsausschuss Gelegenheit zu einem Gespräch mit insgesamt sechs Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft von Masar-e Scharif. Im Dialog mit dem höchsten gewählten Vertreter der Bevölkerung im Regierungsbezirk Balkh, einer regionalen Abgeordneten im nationalen Jugendparlament, einem Unternehmer in fortgeschrittenem Alter, der sich für den Wiederaufbau des Teppichknüpfer-Handwerks engagiert, einer Professorin der Universität von Masar, einem ehemaligen Mudschaheddin und einem Unternehmer und Jugendsport-Aktivisten aus Masar zeichnete sich für uns ein Bild von den Meinungen und den Anliegen der Zivilgesellschaft in der Region.

EU-Migration sachlich diskutieren!

Seit dem 1. Januar 2014 dürfen sich auch Menschen aus Bulgarien und Rumänien im EU-Raum unbeschränkt niederlassen um auf Arbeitssuche zu gehen. Dazu gehört, dass sie Anspruch auf Leistungen wie z.B. das Kindergeld haben.

Weil es zwischen Deutschland und Südosteuropa ein enormes Wohlstandsgefälle gibt, können schon diese bescheidenen Leistungen für manche Familien Anreiz genug sein hierher zu kommen. Ob ein Urteil des Landessozialgerichts in Nordrhein-Westfalen vom November 2013 entsprechende Auswirkungen haben wird, ist noch unklar: Das Gericht hat einer Familie aus Rumänien gegen die Ausschluss-Regelungen der Hartz-IV-Gesetze einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II zuerkannt.

Dass die Armutszuwanderung stattfindet, spüren wir in Neukölln täglich. Schon im Juni 2013 gab es bei uns über 800 Schulkinder aus Rumänien und Bulgarien, davon allein 90 an der Fallada-Grundschule. Im Schnitt kam monatlich eine Willkommensklasse hinzu. Klar ist: Deutschland muss sich auf allen Ebenen – im Bund, in den Ländern und in den Kommunen – auf den weiteren Zuzug nicht nur, aber eben auch armer und ungebildeter Leute vorbereiten.

Heiko Maas hat Recht

Ich begrüße die Entscheidung von Justizminister Heiko Maas (SPD), vorerst keinen Gesetzesentwurf in den Bundestag einzubringen, um die EU-Richtlinie zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung umzusetzen. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen Bruch der Koalitionsvereinbarungen, wie aus Kreisen der Union behauptet wird. Die Entscheidung des Ministers dient den Bürgerrechten – und sie ist einfach nur vernünftig.